Tops & Flops der Mobilitätswelt 4.0 – Wie heutige Start-Ups die Mobilität von morgen prägen

cocomo16Die Mobilitätsakademie AG, der Think-Tank des Touring Club Schweiz (TCS), führte am 17. Juni 2016 zum dritten Mal das von der Schweizerischen Post getragene College for Collaborative Mobility (cocomo) in Bern durch. Deutschsprachige Studierende und junge Interessierte wurden dabei aufgefordert, in diesem Sommer Verkehrsgeschichte schreiben und zugleich den Grundstein für ihr eigenes Start-Up zu legen. Die diesjährige Veranstaltung war als einzigartiger Gründer-Wettbewerb geplant – mit dem Ziel, dass die Studierenden an der eigenen Universität oder in der heimischen Nachbarschaft ein eCargo-Bike-Sharing aufbauen.

Thomas Sauter-Servaes lieferte mit seinem Impuls „Tops & Flops der Mobilitätswelt 4.0 – Wie heutige Start-Ups die Mobilität von morgen prägen“ eine Aufforderung, die aktuelle Mobilitätswelt nicht nur die Brille der hypegläubigen Follower zu betrachten, sondern aktuelle Entwicklungen auf der Basis der realen Daten kritisch zu hinterfragen. Zudem gab er einen Ausblick auf die potenziellen Hotspots der zukünftigen Transformation der Mobilitätsbranche.

Das grosse Rollen – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!

postautoDer Mobilitätsmarkt ist im Wandel: Multimodalität, Sharing-Fahrzeuge und autonomes Fahren sind Trends, die das Mobilitätsverhalten beeinflussen. Das Auto wird künftig nicht nur privat genutzt, sondern auch als öffentliches Verkehrsmittel eingesetzt werden. Autobesitzer preisen Mitfahrplätze an und werden so immer mehr zu Dienstleistern. Autonom fahrende Fahrzeuge verändern unser Verständnis von individuellem und öffentlichem Verkehr. Und nicht zuletzt wächst die Mobilität ungebremst weiter. Aus diesen Gründen muss die individuelle und öffentliche Mobilität als Gesamtsystem betrachtet werden. Es gilt neue Verkehrslösungen zu suchen, welche die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent vernetzen.

Dies waren die Gründe für die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) und PostAuto gemeinsam zum Impulsforum „Die Mobilität der Zukunft“ am 8. Juni 2016 ins Busdepot nach Wettingen zu laden. Thomas Sauter-Servaes bildete mit seinem Inputreferat „Das grosse Rollen – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!“ die Grundlage für die nachfolgende Fragerunde, in der er mit verschiedenen Interessensvertretern insbesondere die Chancen und Risiken des autonomen Fahrens  diskutierte. Auch die über 150 Plenumsteilnehmer hatten dabei die Gelegenheit, Ihre Perspektive in die Debatte einzubringen.

Gig Mobility – Stadtverkehr von morgen

Usmwam Kommunen anzuregen, ein Projekt im Kontext „Digitale Stadt“ zu entwickeln, lud das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu einer Informationsveranstaltung am 24. Mai 2016 in die Sächsische Staatskanzlei nach Dresden einladen. Es wurde ein Überblick über existierende Elemente einer digitalen Stadt gegeben und die Bandbreite möglicher Ansätze aufgezeigt. Anlässlich dieses Städtewettbewerbs zeigte Thomas Sauter-Servaes in seinem Impulsreferat die enorme Dynamik der Digitalisierung auf, die nun auch verstärkt in der Mobilität sichtbar wird und die Strukturen unserer Städte in den kommenden Jahren tiefgreifend erschüttern wird.

«Nutzer»perspektive – Wie die digitale Mobilitätsrevolution den Stadtverkehr verändert

Derdifu Stadtverkehr verändert sich tiefgreifend. Stadtbewohner von morgen werden multimodaler unterwegs und weniger an ein eigenes Auto gebunden sein als heute. Im Difu-Fortbildungsseminar „Stadtverkehr der Zukunft“ vom 23. bis 24. Mai 2016 in Berlin ging es um die Beschreibung und Analyse dieser neuen urbane Mobilitätskulturen und innovativen Mobilitätsdienstleistungen, deren Relevanz für die städtische Planung sowie die daraus entstehenden Nutzungsansprüche im öffentlichen Raum. Im Rahmen der Thementisch-Diskussionen am ersten Tag erläuterte Thomas Sauter-Servaes in drei Durchgängen den Teilnehmern seine Sichtweise auf die Nutzerperspektive, deren Ansprüche an die Mobilitätsservices von morgen, technische Umsetzungen und die Fragen der Akzeptanz für eine neuer soziale Mobilitätspraxis.

Permamobilität – Entwicklung der Mobilität im digitalen Zeitalter

Amobilecularm 21. Mai fand im Berner Kursaal die Delegiertenversammlung 2016 der Mobility Genossenschaft statt. Anlässlich dieses Events war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, den Delegierten in einem einstündigen Impulsvortrag mögliche Zukünfte der Mobilität zu skizzieren. Der Fokus lag dabei auf den Trends in Richtung Transparenz schaffender Integratoren-Webplattformen, digitalen Entscheidungsassistenten bei der Verkehrsmittelwahl und innovativen Mobilitätsservices in einer Welt selbstfahrender Fahrzeuge. Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich für einen führenden Carsharing-Anbieter, wenn unsere Mobilität zukünftig mit ein paar Clicks über einige wenige Mobilitätsplattformen organisiert wird? Wie weit sind wird von Schwärmen privater und professioneller Autoflotten entfernt?

 

Race to the MaaS – Aufbruch ins Zeitalter der Permamobiltät

sgo_mobilecularDie Mobilität wird in der näheren Zukunft eine Dynamik und einen grundlegenden Wandel aufweisen, wie sie in anderen Gebieten unseres täglichen Lebens bereits heute feststellbar sind. Auslöser ist auch in diesem Fall die fortschreitende Digitalisierung, die Entwicklungen zulässt, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar erschienen.

Das Internet of Things hält in wesentliche Bereiche des Verkehrswesens Einzug und wird uns mit disruptiven Veränderungen zur Mobility as a Service (MaaS) führen. Auf den Markt drängen neue Anbieter aus Branchen, die sich bislang mit verkehrstechnischen Fragestellungen kaum beschäftigten.

An dem SGO-Themenabend legten Persönlichkeiten von Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft anhand konkreter Beispiele dar, wie sie die Entwicklungspfade der individuellen und öffentlichen Mobilität einschätzen. Mit dabei VS-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes, der seine Sicht auf die kommende „Permamobilität“ schilderte.

Alle Detailinfos zu der Veranstaltung finden sich auf den Webseiten der SGO.

Second Car Age – Revolution oder Evolution der Auto-Mobilität?

 

mobilecular_webFür ihr Buch „Second Machine Age“ erhielten die beiden MIT-Professoren Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2015. Die von ihnen beschriebenen enormen Auswirkungen der Digitalisierung auf das heutige Maschinenzeitalter zeigen sich aktuell besonders in der Automobilität. Vom Inbegriff der Freiheit entwickelt sich der individuelle Strassenverkehr in hohem Tempo in Richtung eines aussengesteuerten Systems – und stellt damit die aktuelle Mobilitätswelt auf den Kopf.

Der Vortrag von Thomas Sauter-Servaes anlässlich der 6. GMTTB Jahrestagung in Konstanz erläuterte die verschiedenen Entwicklungspfade, die der Trend zum autonom fahrenden Vehikel auf Fahrzeuggestaltung und -einsatz, Raumwiderstände und -planung sowie das Gesamtverkehrssystem haben wird. Veranschaulicht wurde der aktuelle Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Ausprägungen zukünftiger Mobilität, der zu einem stärkeren „sowohl-als-auch“ statt dem derzeit vorherrschenden „entweder-oder“ bei der Verkehrsmittelwahl und dem Verschwimmen der Grenzen zwischen individuellem und öffentlichem Verkehr führen wird. Schon heute ist ein intensives Experimentieren neuartiger automobiler Konzepte zu beobachten, das sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird.

Steht am Ende eine Revolution unserer Fortbewegung oder setzt sich ein evolutionärer Prozess des Fortschritts durch?

 

Die Effizienzillusion einer digitalisierten Mobilität

oyaWenn sich mehr Menschen mit Hilfe schlauer Software Autos teilen, wird das Verkehrsaufkommen sinken, hoffen viele. Solche Rechnungen gehen selten auf, meinen Stephan Rammler und Thomas Sauter-Servaes in ihrem Beitrag für die Zeitschrift oya.

Wohl selten war die Ratlosigkeit greifbarer als während des letzten Weltverkehrsforums angesichts der Botschaft, das Verkehrsaufkommen werde sich bis zum Jahr 2050 weltweit verdreifachen – wobei sich der Trend zum Auto und Flugzeug weiter ausprägen wird. Antworten, wie unter diesen Umständen die Mobilität von bald neun Milliarden Menschen auf nachhaltige Weise zu gewährleisten wären, blieben die Experten schuldig. Einig war man sich allein darin, dass bei einer ungesteuerten Entwicklung die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und dementsprechend die Emissionen von Klimagasen, Luftschadstoffen und Feinstäuben, die Lärmemissionen, die Unfallkosten und vor allem der Material- und Raumbedarf der Mobilität weiter enorm ansteigen werden. Die Lösungen für diese dramatische Situation werden aller Voraussicht nach die altbekannten sein: Angesichts der weltweit weiter dominierenden Wachstumsgläubigkeit werden die »Hohepriester der Effizienzreligion« auch in den kommenden Jahren die Emissionssenkung und mehr Nachhaltigkeit im Verkehr allein über weitere technische Effizienzsteigerungen zu erreichen versuchen.

Den kompletten Artikel können Sie auf den Webseiten von oya lesen.

Zug schlägt Flug – neue Strategien für die Geschäftsreise

zug_schlaegt_flugAuf zahlreichen europäischen Fernverkehrsrelationen ist die Bahn in vielen Fällen die günstigere Mobilitätsalternative als das Flugzeug. Dies zeigt eine Studie, die Thomas Sauter-Servaes gemeinsam mit der Hamburger Quotas GmbH im Auftrag des internationalen Eisenbahnverbandes UIC durchgeführt hat. Weitergehende Analysen machen deutlich, dass insbesondere Geschäftsreisende hohe Beträge sparen können, wenn Sie mit dem Hochgeschwindigkeitszug auf Flughöhe Null reisen. Welche Herausforderungen und Chancen sich für die Bahnbetreiber ergeben, wird im Artikel „Zug schlägt Flug“ anschaulich erläutert.

„Kapseln statt Kanne“ oder der Siegeszug des Nespresso-Leitbilds in der Mobilität

kapsel_01In der neuesten Ausgabe des Fachmagazin „Internationales Verkehrswesen“ schildert Thomas Sauter-Servaes denkbare Entwicklungen rund um die Markteinführung fahrerloser Fahrzeuge. Werden die Fahrzeuge wieder grösser, weil das Raumangebot zum neuen Statussymbol für den Pendler wird? Kann ein Schwarm aus selbstfahrenden Privatfahrzeugen den öffentlichen Verkehr revolutionieren? Erleben wir das Ende der Grossgefässe Bus & Bahn – der „Kannen“ – zugunsten flexibel einsetzbarer rollender „Kapseln“? Der Artikel thematisiert all diese Fragestellungen und kommt zu dem Schluss, dass die Automatisierung des Strassenverkehrs auch grosse Potenziale für die muskelkraftbetriebene Fortbewegung bietet. Der komplette Artikel ist auf den Webseiten des Internationalen Verkehrswesen online verfügbar.