Bubble Mobility – Kuratieren statt aggregieren

conversity_01Die Schweizerische Post führt mehrmals pro Jahr eine Fachveranstaltung mit ihren Top- und oberen Kadern durch. Der Conversity Anlass wird jeweils vom aktuellen Traineejahrgang organisiert. Die virtuelle Veranstaltung am 25. September 2020 hatte das Motto «Mobilität der Zukunft» und verzeichnete mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Neben Yulia Shaburnykova, Projektleiterin CASE bei Mercedes-Benz Schweiz, stellte Thomas Sauter-Servaes aktuelle Entwicklungstrends und deren Potenzial für eine zukunftsfähige Mobilität vor. Der Schwerpunkt seiner Ausführungen lag auf raumspezifischen Kooperationsformen zwischen dem Autobaustein, dem klassischen öffentlichen Verkehr und den diversen Angeboten der Shared Mobility.

Im Anschluss an die Vorträge diskutierten die beiden Referenten mit Martina Müggler, Leiterin Strategie und Innovation bei PostAuto, über mögliche Implikationen ihrer Thesen auf das PostAuto-Geschäftsmodell sowie die Mobilitätsbranche im Allgemeinen.

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Permamobilität – Entwicklung der Mobilität im digitalen Zeitalter

Amobilecularm 21. Mai fand im Berner Kursaal die Delegiertenversammlung 2016 der Mobility Genossenschaft statt. Anlässlich dieses Events war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, den Delegierten in einem einstündigen Impulsvortrag mögliche Zukünfte der Mobilität zu skizzieren. Der Fokus lag dabei auf den Trends in Richtung Transparenz schaffender Integratoren-Webplattformen, digitalen Entscheidungsassistenten bei der Verkehrsmittelwahl und innovativen Mobilitätsservices in einer Welt selbstfahrender Fahrzeuge. Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich für einen führenden Carsharing-Anbieter, wenn unsere Mobilität zukünftig mit ein paar Clicks über einige wenige Mobilitätsplattformen organisiert wird? Wie weit sind wird von Schwärmen privater und professioneller Autoflotten entfernt?

 

Race to the MaaS – Aufbruch ins Zeitalter der Permamobiltät

sgo_mobilecularDie Mobilität wird in der näheren Zukunft eine Dynamik und einen grundlegenden Wandel aufweisen, wie sie in anderen Gebieten unseres täglichen Lebens bereits heute feststellbar sind. Auslöser ist auch in diesem Fall die fortschreitende Digitalisierung, die Entwicklungen zulässt, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar erschienen.

Das Internet of Things hält in wesentliche Bereiche des Verkehrswesens Einzug und wird uns mit disruptiven Veränderungen zur Mobility as a Service (MaaS) führen. Auf den Markt drängen neue Anbieter aus Branchen, die sich bislang mit verkehrstechnischen Fragestellungen kaum beschäftigten.

An dem SGO-Themenabend legten Persönlichkeiten von Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft anhand konkreter Beispiele dar, wie sie die Entwicklungspfade der individuellen und öffentlichen Mobilität einschätzen. Mit dabei VS-Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes, der seine Sicht auf die kommende „Permamobilität“ schilderte.

Alle Detailinfos zu der Veranstaltung finden sich auf den Webseiten der SGO.

Digital Mode Shift – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!

mobilityAm 28. Oktober fand in Winterthur das erste regionale Delegiertentreffen des Schweizer Carsharing-Anbieters Mobility statt. Anlässlich dieser Auftaktveranstaltung war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, den Delegierten einen Überblick über die Auswirkungen der digitalen Revolution zu geben.

Ausgehend von den Erkenntnissen des gerade prämierten Wirtschaftsbuchs „Second Machine Age“ der MIT-Professoren Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee schilderte er seine Sicht auf die wahrscheinlichen Entwicklungspfade der Mobilität in den kommenden zwei Jahrzehnten. Im Anschluss an den einstündigen Vortrag „Digital Mode Shift – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!“ diskutierten die Teilnehmer gemeinsam mit Referent insbesondere über die Entwicklungsgeschwindigkeit. Auch wenn die vor dreissig Jahren prognostizierten fliegenden Autos weiterhin den Science-Fiction-Filmen vorbehalten bleiben dürften, waren sich die meisten Diskutanten abschliessend einig, dass die Automobilität dank Tesla, UBER, Google & Co. schon sehr bald ganz anders aussehen wird als heute.

„Brave New Mobility – Vernetzung und Mobilität“

asrm2015Anlässlich des Städtebau-Symposiums „Stadt von übermorgen“ präsentierte Thomas Sauter-Servaes in seinem Impulsvortrag ausgewählte Zukunftsszenarien zum Thema „Vernetzung & Mobilität“. In einem chronologischen Dreischritt  zeigte er verkehrsspezifisch die immer weiter gehende Delegierung von zuvor eigenhändig ausgeführten Aktionen an digitale Assistenzsystem auf – von der Informationsbeschaffung, über die Verkehrsmittelwahl-Entscheidung bis zur Steuerung des Fahrzeugs. Er skizzierte die damit verbundenen Chancen für eine nachhaltigere Mobilität, aber auch die zu erwartenden Reboundeffekte in Form einer drastisch wachsenden Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen.

Die gemeinsame Veranstaltung von BDA Hessen, BBSR, DAM und dem dml der HfG Offenbach fand im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 auf einer eigens errichteten Veranstaltungsbühne an der Stadtgrenze von Offenbach zu Frankfurt am Main an der Nordseite des Kreisverkehrs Kaiserlei unter der A 661-Mainbrücke statt.

Impulsreferat beim UIC World Congress of Highspeed Rail 2015

Anlässlich des 9th World Conuic_tokio2015gress on Highspeed Rail des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) präsentierte Thomas Sauter-Servaes seine Forschungsergebnisse zur Einbindung des Hochgeschwindigkeitsverkehr in zukünftige multimodale One Stop Shops.

In der Session „1 E Mobility“ zeigte er die dynamische Entwicklung der Digitalisierung in der Mobilitätswelt auf und deren Effekte auf die Angebotsgestaltung der Bahnbetreiber. So genannte Integratoren werden on naher Zukunft eine bedeutende Schnittstelle zwischen Betreibern und Kunden darstellen. Welche Massnahmen der Schienenpersonenverkehr ergreifen kann und welche Chancen die neuen Randbedingungen bieten, veranschaulichte er an ausgewählten Beispielen.

In einer weiteren Session der Konferenz wurden die Ergebnisse des UIC-Projekts „European Air-Rail-BusPrice Comparison“ von Thomas Krautscheid (Quotas GmbH) vorgestellt. An diesem Projekt war Thomas Sauter-Servaes im Rahmen eines Forschungskonsortiums von Quotas und der ZHAW School of Engineering ebenfalls beteiligt. Die Forschungsresultate erden zeitnah auf den Webseiten der UIC veröffentlicht

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Digitization meets mobility – Vortrag anlässlich des 32. MVG-Kolloquiums

swm_01Anlässlich des 32. MVG-Kolloquium referierte Thomas Sauter-Servaes am Hauptsitz der Stadtwerke München (SWM) zum Thema „Digitization meets mobility – Szenarien des zukünftigen Stadtverkehrs“. Ausgehend von den aktuellen Charakteristika des „digital shift“ zeigte er deren Einflüsse auf die Mobilität von heute und morgen auf. Im Fokus standen dabei die neue Markttransparenz, die dynamische Entwicklung innovativer Angebote & Kooperationen sowie die Effekte des erweiterten Multitasking-Möglichkeitsraums auf die Reisezeitnutzbarkeit.

Vortrag DMK 2014: MobilityOS oder Das Ende der Verkehrsmittelwahl

dmk2014Die Digitalisierung aller Lebensbereiche hat immer stärkere Auswirkungen auf den Mobilitätssektor. Mit der rasanten Verbreitung leistungsstarker Smartphones gewinnen digitale Werkzeuge für die persönliche Mobilitätsplanung schnell an Bedeutung.

Dominierten zunächst simple monomodale Fahrplanauskünfte auf Grundlage statischer Informationen die Online-Auskunftssysteme, basieren die digitalen Mobilitätsassistenten heute zunehmend auf multimodalen Echtzeitdaten und inkludieren erste Ticketing-Services. One-Stop-Shops wie Daimlers moovel machen multimodales Verkehrsverhalten insbesondere in urbanen Räumen zu einer attraktiven Alternative zum Dasein als MIV-Captive.

Das präsentierte Szenario geht von der Annahme aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird und der Funktionsumfang der digitalen Berater wie die Anzahl der integrierten Mobilitätsangebote weiter ansteigen werden. Der entscheidende Evolutionsschritt, der für die nahe Zukunft erwartet wird, ist jedoch der Übergang von nur Verkehrsdienstleistungsangeboten bündelnden Integrator-Services zu auf die individuellen Mobilitätswünsche ausgerichteten Curator-Apps.

Zielvision dieser neuen Assistenzsysteme ist die Reduzierung der gegenwärtigen Informationsflut auf tatsächlich nutzerspezifische Mobilitätslösungen. Dabei lernt der persönliche Kurator aus vorherigem Mobilitätsverhalten, bezieht Wetter- und Terminkalenderinformationen in die Planung ein und achtet auf ein selbstbestimmtes Ziel im Hinblick auf den verkehrsspezifischen Klimafussabdruck. Wer möchte, kann die Verkehrsmittelwahl letztlich vollständig seinem persönlichen Mobilitätsbetriebssystem überlassen – und konzentriert sich auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

World Wide Mobile – Effekte des „digital shift“ auf die Mobilität

difu_plakatJunge Stadtbewohner sind weniger autogebunden. Sie kombinieren flexibel Verkehrsangebote und suchen sich dafür passende Dienste. Auf diese Nachfrage treffen neue Mobilitätsdienstleistungen mit Web- und App-Unterstützung, die den Markt für Verkehrsdienstleistungen nachhaltig beeinflussen. Welche Auswirkungen haben solche Dienste auf die Mobilitätskultur und ÖPNV? Wo sindKommunen zum Handeln gefordert? Müssen sie stärker als bisher Daten öffentlich zugänglich machen oder den Datenschutz stärker wahren?

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Difu-Dialog“ stellte Thomas Sauter-Servaes die Ergebnisse verschiedener Studien zum Trend neuer, urbaner Mobilitätsdienstleistungen vor und diskutierte diese mit den rund 80 Teilnehmern der Veranstaltung.

Passepartu – der Anfang der Mobilität wie wir sie brauchen

passepartuDie Mobilitätsakademie in Bern veröffentlichte am 11. Dezember 2012 eine neue Ausgabe ihrer Jahrbuchreihe „Verkehrsvisionen“. In diesem Jahr enthält die Publikation meinen Beitrag „Passepartu – der Anfang der Mobilität wie wir sie brauchen“. Darin zeigt sich, dass eine kleine, nicht unrealistisch technische Entwicklung einen großen Wandel der Mobilitätskultur bewirken könnte. Wie das funktionieren kann, wird hier noch nicht verraten. Aber zumindest ein Blick auf die ersten Zeilen ist möglich:

„Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues.“ Diese einleitende Zustandsbeschreibung aus Samuel Becketts Roman Murphy könnte auch den Aufzeichnungen eines gelangweilten außerirdischen Analysten vom Planet Allbeta entstammen. Im Jahr 2030 menschlicher Zeitrechnung hat er die Aufgabe, die Oberfläche des Planeten Erde auf Hinweise nach innovativen Verkehrslösungen zu scannen. Sein Fortschrittsbericht zur menschlichen Mobilität stellt keine wesentlichen Unterschiede zum letzten Routinebericht aus dem Erdenjahr 2012 fest. Die dortige Zivilisation scheint weiterhin auf die seit Jahrzehnten praktizierten Verkehrssysteme zu setzen. Business as usual, keine weitere Zeile wert. Doch der ferne Betrachter irrt.

Alles weitere im neuen Jahrbuch der Mobilitätsakademie. Dieses ist seit Anfang 2014 auch online verfügbar.