(Elektro)-Mobilität in der Zukunft

min_01Das MINERGIE-Zertifizierungs-Zentrum Schaffhausen / Thurgau bedankt sich mit der Veranstaltung „Best of Minergie“ jedes Jahr bei den Bauherrschaften und Planern des Kantons Thurgau, dass sie energieeffiziente Minergie-Gebäude erstellt haben. Neben einem Grusswort des zuständigen Regierungsrates ist ein Impulsreferat fester Bestandteil der Feierlichkeiten.

In diesem Jahr durfte Thomas Sauter-Servaes als Festredner die Anwesenden in Weinfelden und Neuhausen mit auf eine Reise in die Mobilität der Zukunft nehmen. Ausgangspunkt war dabei die Frage, in welcher Form der Elektromotor unseren Verkehr von morgen prägt. Im Anschluss diskutierte der Referent mit dem Plenum über die verschiedenen Entwicklungspfade.

China macht Tempo in der Elektromobilität

e-car_02Das Zeitalter des Verbrennungsmotors im Strassenverkehr wird sich schneller dem Ende nähern, als viele erwartet haben. Ein Grund dafür liegt im chinesischen Automarkt, welcher als der weltweit grösste gilt und derzeit konsequent in Richtung Elektromobilität steuert. Die alten Märkte sind also gefordert.

Das Auto kehrt beim Antrieb zu seinen Ursprüngen zurück. Denn was Ende des 19. Jahrhunderts eine Selbstverständlichkeit war, wird Mitte des 21. Jahrhunderts wieder zur Normalität werden. So liegt der einzige sinnvolle Pfad in eine nachhaltige Zukunft der Automobilität im Umstieg auf den potenziell postfossilen Elektroantrieb. Damit sind die aus unserem heutigen Mobilitätsverhalten resultierenden Verkehrs und Umweltprobleme bei Weitem noch nicht gelöst. Die Elektrifizierung des Strassenverkehrs ist jedoch ein zwingendes Element für die Transformation unseres Verkehrssystems. Nur mit diesem Baustein kann es gelingen, den  Reformierungsrückstand des Verkehrs im Bereich Klimaschutz noch rechtzeitig aufzuholen. Denn schaut man auf Europa, so ist der Verkehr der einzige Sektor, der die gesteckten Klimaziele verfehlt – gegenüber 1990 haben sich die CO2-Emissionen sogar noch erhöht.

Der entscheidende Impuls für das nächste Automobilzeitalter kommt dabei nicht aus den Mutterländern des Automobils, sondern aus Fernost. Zwar haben mit Grossbritannien und Frankreich erste relevante Staaten das Jahr 2040 bezüglich Elektromobilität ins Spiel gebracht. Ab dann nämlich sollen dort keine Personenkraftwagen mit Verbrennungsmotor mehr neu zugelassen werden. Auch kündigten Städte wie Oslo oder Paris Fahrverbote für Diesel- und Benzinfahrzeuge ab 2024 beziehungsweise 2035 an. Aber der chinesische Plan, ab 2019 feste Quoten für Elektrofahrzeuge bei den Neuzulassungen vorzuschreiben, ist um ein Vielfaches wirkungsvoller.

Der komplette Artikel findet sich hier.

Autocalypse now? Autonomes Fahren ändert alles

ing-meet-ing

Digitalisierung, Elektrifizierung und Robotisierung führen zu einer revolutionären Transformation des Verkehrssektors – und das wahrscheinlich viel schneller als bisher angenommen.

Die Grenzen zwischen öffentlichem und individuellem Verkehr verschwimmen, disruptive Startups nutzen die großen Effizienzdefizite für innovative Geschäftsmodelle, Mobilität wird bedeutend kostengünstiger als bisher. Mit welchen Auswirkungen auf Leben und Lebensräume?

Zusammen mit weiteren Entwicklern, Betreibern und Nutzern zukünftiger Verkehrssysteme wollen die beiden Ingenieurvereine VDI und VDE, zu denen allein in der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) über 4.000 Ingenieurinnen und Ingenieure zählen, dieser Frage auf den Grund gehen und Impulse für die Gestaltung menschen- und umweltgerechter Mobilität für OWL erarbeiten.

Anlässlich der VDI- und VDE-Initiative „Stadt:Denken – Stadt der Zukunft“ hatten die beiden Ingenieurvereine VDI OWL und VDE OWL im Rahmen der 14. Auflage der renommierten ing.meet.ing-Veranstaltung am 13.12.2017 zur Diskussion geladen. Vor 350 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Bielefelder Stadthalle erläuterte der diesjährige Festredner Thomas Sauter-Servaes, dass die Neuausrichtung der Mobilität zu den großen Herausforderungen unseres zukünftigen Zusammenlebens gehört. Schon in wenigen Jahren wird der individuelle Autoverkehr, wie wir ihn kennen, der Vergangenheit angehören.

Details zur Veranstaltung finden sich in der Pressemitteilung von VDI/VDE sowie auf der Webseite des VDI.

Bilder: VDI OWL, Fotografie Hanna Retz

 

Das grosse Rollen – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!

postautoDer Mobilitätsmarkt ist im Wandel: Multimodalität, Sharing-Fahrzeuge und autonomes Fahren sind Trends, die das Mobilitätsverhalten beeinflussen. Das Auto wird künftig nicht nur privat genutzt, sondern auch als öffentliches Verkehrsmittel eingesetzt werden. Autobesitzer preisen Mitfahrplätze an und werden so immer mehr zu Dienstleistern. Autonom fahrende Fahrzeuge verändern unser Verständnis von individuellem und öffentlichem Verkehr. Und nicht zuletzt wächst die Mobilität ungebremst weiter. Aus diesen Gründen muss die individuelle und öffentliche Mobilität als Gesamtsystem betrachtet werden. Es gilt neue Verkehrslösungen zu suchen, welche die verschiedenen Verkehrsmittel intelligent vernetzen.

Dies waren die Gründe für die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) und PostAuto gemeinsam zum Impulsforum „Die Mobilität der Zukunft“ am 8. Juni 2016 ins Busdepot nach Wettingen zu laden. Thomas Sauter-Servaes bildete mit seinem Inputreferat „Das grosse Rollen – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!“ die Grundlage für die nachfolgende Fragerunde, in der er mit verschiedenen Interessensvertretern insbesondere die Chancen und Risiken des autonomen Fahrens  diskutierte. Auch die über 150 Plenumsteilnehmer hatten dabei die Gelegenheit, Ihre Perspektive in die Debatte einzubringen.

„Mobilität ist ein Riesengeschäft“

Tagi_Mobilität ist Riesengeschäft_webIn der renommierten Schweizer Tagesanzeitung „Tages-Anzeiger“ erschien Anfang November der Artikel „Der Tesla-Trugschluss“. Dessen einseitige Kombination überwiegend richtiger Fakten zu einem verzerrten Gesamtbild der Elektromobilität löste viel Widerspruch aus. Thomas Sauter-Servaes wurde anlässlich eines grossen Interviews gebeten, ebenfalls Stellung in dieser Frage zu beziehen. Ausgehend von seiner Einschätzung der Elektromobilität als essentiellem Baustein der Verkehrswende weitet er in dem Beitrag die Perspektive auf eine systemische Betrachtung der gesamten zukünftigen Mobilität aus. Er hinterfragt die Rolle des Auto-Bausteins und skizziert mögliche Folgen autonom fahrender Fahrzeuge.

Eine digitale Fassung des Artikel „Mobilität ist ein Riesengeschäft“ ist auf den Webseiten des Tages-Anzeigers erschienen.

Grenzenlose E-Mobilität – vernetztes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum

evolution_mDie Veranstaltungsreihe evolution:m behandelt Mobilitätsfragen mit wechselnden Schwerpunkten, wobei der Fokus auf der Analyse und Entwicklung realisierbarer Lösungsansätze liegt. Im Oktober 2015 fand die evolution:m im Rahmen der 18. Mainauer Mobilitätsgespräche statt und thematisierte die Weiterentwicklung der Elektromobilität – nicht nur unter technischen Gesichtspunkten, sondern als Chance auf neue Systemansätze, neue Mobilitätskonzepte, intelligente Vernetzung und ein verändertes Nutzungsverhalten. Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, im Rahmen des „e-meeting points“ mit dem Titel „Grenzenlose E-Mobilität – vernetztes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum“ einen Impulsvortrag zu präsentieren.

„Brave New Mobility – Vernetzung und Mobilität“

asrm2015Anlässlich des Städtebau-Symposiums „Stadt von übermorgen“ präsentierte Thomas Sauter-Servaes in seinem Impulsvortrag ausgewählte Zukunftsszenarien zum Thema „Vernetzung & Mobilität“. In einem chronologischen Dreischritt  zeigte er verkehrsspezifisch die immer weiter gehende Delegierung von zuvor eigenhändig ausgeführten Aktionen an digitale Assistenzsystem auf – von der Informationsbeschaffung, über die Verkehrsmittelwahl-Entscheidung bis zur Steuerung des Fahrzeugs. Er skizzierte die damit verbundenen Chancen für eine nachhaltigere Mobilität, aber auch die zu erwartenden Reboundeffekte in Form einer drastisch wachsenden Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen.

Die gemeinsame Veranstaltung von BDA Hessen, BBSR, DAM und dem dml der HfG Offenbach fand im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 auf einer eigens errichteten Veranstaltungsbühne an der Stadtgrenze von Offenbach zu Frankfurt am Main an der Nordseite des Kreisverkehrs Kaiserlei unter der A 661-Mainbrücke statt.