„Kapseln statt Kanne“ oder der Siegeszug des Nespresso-Leitbilds in der Mobilität

kapsel_01In der neuesten Ausgabe des Fachmagazin „Internationales Verkehrswesen“ schildert Thomas Sauter-Servaes denkbare Entwicklungen rund um die Markteinführung fahrerloser Fahrzeuge. Werden die Fahrzeuge wieder grösser, weil das Raumangebot zum neuen Statussymbol für den Pendler wird? Kann ein Schwarm aus selbstfahrenden Privatfahrzeugen den öffentlichen Verkehr revolutionieren? Erleben wir das Ende der Grossgefässe Bus & Bahn – der „Kannen“ – zugunsten flexibel einsetzbarer rollender „Kapseln“? Der Artikel thematisiert all diese Fragestellungen und kommt zu dem Schluss, dass die Automatisierung des Strassenverkehrs auch grosse Potenziale für die muskelkraftbetriebene Fortbewegung bietet. Der komplette Artikel ist auf den Webseiten des Internationalen Verkehrswesen online verfügbar.

Das grosse Rollen -Willkommen im Zeitalter der Permamobilität

das_grosse_rollenmobilecular hat zur Eröffnung des neuen Blogs des Informationsdienstes für den öffentlichen Verkehr (LITRA) einen Beitrag zur Zukunft des öffentlichen Verkehrs verfasst. Das Szenario skizziert eine Mobilitätswelt, in der selbstfahrende Fahrzeuge das bestehende Verkerhssystem innerhalb kurzer Zeit vollkommen auf den Kopf stellen und die Grenzen zwischen individuellem und öffentlichen Verkehr verwischen.

Das World Economic Forum befasst sich in diesem Jahr mit den Auswirkungen der vierten industriellen Revolution. Nach Dampfmaschine, Elektrizität und Digitalisierung nimmt nun die intelligente Produktion an Fahrt auf. In der Mobilitätswelt führt dies zu einer immer komplexer werdenden Vernetzung innerhalb und zwischen den Teilsystemen. Dienstleistungen wie die „crowd-sourced“ Echtzeit-Navigationsapp waze oder das multimodale All-in-one-Angebot BeamBeta der Wiener Linien sind Beispiele für diesen Trend. Gleichzeitig ist die Robotisierung des Verkehrsbetriebs einer der bedeutendsten Entwicklungspfade in der Mobilitätsbranche. Welche Folgen hat dies für den öffentlichen Verkehr?

Der vollständige Essay kann im LITRA-Blog gelesen werden.

Forschungsplattform BICAR in Winterthur vorgestellt

bicar_logoAm 20. Mai 2015 wurde in Winterthur das innovative Mobilitätskonzept BICAR präsentiert. Das von zahlreichen Instituten der ZHAW School of Engineering gemeinsam mit dem ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme entwickelte Konzept umfasst ein neuartiges urbanes Fahrzeug sowie ein darauf abgestimmtes Sharing-Modell. Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes präsentierte dabei die Ergebnisse der im BICAR-Projekt durchgeführten Marktanalyse und veranschaulichte das Potenzial der neuen Mobilitätsalternative BICAR.

Details zum BICAR-Projekt finden sich auf dem Blog des Studiengang Verkehrssysteme und dem BICAR-Blog. Presseartikel wurden unter anderem in der NZZ, bei swissinfo und im baublatt veröffentlicht.

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Mit dem Velo in die Zukunft – ZHAW Verkehrssysteme sucht den VeloStar

velostar_mobilecularFahrradfahren, Foto posten und ein E-Bike gewinnen. Mit dieser Aktion sucht der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme den VeloStar – und verweist gleichzeitig auf einen wachsenden Verkehrstrend. Radeln Sie mit in die Zukunft!

Verkehrsexperten sind sich einig: Das Fahrrad feiert seine Renaissance. Ob in Kombination mit dem ÖV oder in Sharing-Modellen – auf urbanem Gebiet ist der Drahtesel ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme will auf diese Entwicklung und die damit verbundenen Chancen aufmerksam machen und sucht deshalb den Star unter den Fahrradfahrern, den VeloStar.

Mitmachen und gewinnen
An dieser Aktion darf jeder teilnehmen, der sich zum Velofahren bekennen will. Und so geht’s: Bis zum 30. April können alle potenziellen VeloStars Fotos von sich und ihrem Fahrrad einreichen – entweder auf der Facebookseite der ZHAW School of Engineering oder auf Twitter und Instagram mit Hashtag #VeloStar posten. Je ausgefallener und origineller der Auftritt, desto besser kommt das Foto bei der Community an. Und die kürt schliesslich das Gewinnerfoto mit den meisten „Likes“. Mitmachen lohnt sich, denn der frischgebackene VeloStar flitzt schon bald mit einem nagelneuen E-Bike von Riese & Müller durch die Gegend. Alle Teilnehmenden haben zudem die Chance auf eine GoPro-Kamera und werden Teil eines grossen Fotoplakats, das Anfang Juli anlässlich der diesjährigen Nacht der Technik präsentiert wird.

BICAR – innovativer Baustein der urbanen Mobilität von morgen

strassenverkehr_schweiz_2015Die Mobilitätswelt 2020 wird nicht vollkommen anders aussehen als heute. Fliegende Autos sind ebenso wenig in Sicht wie die kollektive Einsicht zum Komplettumstieg auf umweltfreundliche Verkehrsalternativen. Verkehrsinfrastrukturen verändern sich nicht von heute auf morgen und neue Technologien benötigen ihre Zeit, um den kritischen „point of no return“ zu erreichen. Ein kurzer Seitenblick auf die mühsamen Anstrengungen zur Einführungen der Elektromobilität veranschaulicht dies eindrücklich.

Was sind jedoch die entscheidenden Treiber für die Veränderung wichtiger Randbedingungen, welche die Gesellschaft in den kommenden Jahren entweder aus ihren habitualisierten Mobilitätsmustern herauslocken (sog. Pull-Faktoren) oder sie mehr oder weniger unsanft aus diesen herausdrängen (sog. Push-Faktoren) werden?

Der Artikel „“ in der „Publikation Strassenverkehr Schweiz 2015“ beschreibt die bedeutendsten Pull- und Push-Faktoren. Vor diesem Hintergrund entwickeln derzeit fünf Institute und der Studiengang „Verkehrssysteme“ der School of Engineering der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften unter Leitung des Zentrum für Produkt- und Prozessentwicklung (ZPP) die neue innerstädtische Mobilitätslösung BICAR. BICAR positioniert sich hinsichtlich Funktionsumfang, Komfort und Investitionskosten zwischen dem herkömmlichen Universalfahrzeug Automobil und der Schönwetteroption (E-)Velo. Ausgehend vom Flächen- und Kosten-Footprint eines (E-)Velos wird ein Verkehrsangebot kreiert, dass wettergeschützt und elektrisch angetrieben wie ein Automobil die Bedürfnisse typischer innerstädtischer Verkehre flächensparsam erfüllt.

Cargo-Velo-Camp 2014 – Zukunftsbilder für das Lastenrad

carve_startCargobikes sind inzwischen nicht nur in Fahrradmetropolen wie Copenhagen, Amsterdam oder Münster ein alltäglicher Anblick. Im privaten oder betrieblichen Einsatz sind sie immer häufiger in vielen europäischen Innenstädten zu sehen. Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, unter dem Motto „CarVing the Future“ im Rahmen des ersten Cargo-Velo-Camps (CarVe 2014) am 2. September in Bern seine Szenarien vom urbanen Verkehr der Zukunft und die daraus folgenden Rahmenbedingungen für das Cargobike zu präsentieren. Welche Auswirkungen haben beispielsweise Digitalisierung, Downsizing und Do-it-yourself auf den neuen urbanen Mobilitätsbaustein?  Gemeinsam mit internationalen Experten wurden die neuesten Trends rund um das Cargo-Velo diskutiert und welcher Veränderungen es bedarf, um Personen- und Gütertransport in Städten zukünftig nachhaltiger zu gestalten.

Alle weiteren Details zu der Veranstaltung finden Sie unter www.cargo-velo-camp.ch.

World Wide Mobile – Effekte des „digital shift“ auf die Mobilität

difu_plakatJunge Stadtbewohner sind weniger autogebunden. Sie kombinieren flexibel Verkehrsangebote und suchen sich dafür passende Dienste. Auf diese Nachfrage treffen neue Mobilitätsdienstleistungen mit Web- und App-Unterstützung, die den Markt für Verkehrsdienstleistungen nachhaltig beeinflussen. Welche Auswirkungen haben solche Dienste auf die Mobilitätskultur und ÖPNV? Wo sindKommunen zum Handeln gefordert? Müssen sie stärker als bisher Daten öffentlich zugänglich machen oder den Datenschutz stärker wahren?

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Difu-Dialog“ stellte Thomas Sauter-Servaes die Ergebnisse verschiedener Studien zum Trend neuer, urbaner Mobilitätsdienstleistungen vor und diskutierte diese mit den rund 80 Teilnehmern der Veranstaltung.

cocomo 2014 – Kreative Idee für die Mobilität von morgen

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Im Vorfeld des diesjährigen World Collaborative Mobility Congress 2014 der Mobilitätsakademie fand erstmalig das College for Collaborative Mobility statt. Studierende aus sechs Nationen suchten dabei in einem zweitägigen Workshop nach innovativen Ideen für kollaborative Mobilitätsdienstleistungen. Thomas Sauter-Servaes unterstützte den Workshop in Bern als Supervisor.

Finanziell unterstützt durch die Schweizerische Post AG hatten die Studierenden die Möglichkeit, praxisnahe Konzepte für die Sharing Mobility zu erarbeiten. Am Ende standen drei Gestaltungsansätze, welche die künftigen Verkehrsexperten am zweiten Tag der wocomoco-Veranstaltung den Kongressteilnehmern präsentierten. Vom geteilten Cargobike über ein Social SharedBike Concept bis zur urbanen Interpretation des Netjets-Geschäftsmodells gaben die Studierenden spannende Denkimpulse für die weitere Diskussion.

„Mein Auto, kein Auto“ – mobilecular im 3sat-Interview

3sat-mobilecularIst Carsharing die Zukunft der Mobilität? Ist diese Form der Mobilität schon heute eine tragfähige Alternative? Diese Fragen hat sich der Filmemacher Christian Bock in seiner 45-minütigen Wissenschaftsdokumentation „Mein Auto, kein Auto“ für den Sender 3sat gestellt. Fachlich unterstützt wurde die Dokumentation von Thomas Sauter-Servaes, der im Film auch als Experte interviewt wird.

Die vollständige Sendung „Mein Auto, kein Auto“ ist in der 3sat-Mediathek als Stream abrufbar.

PT Reloaded: Innovative Ideen für den Öffentlichen Verkehr von Bahrain

bahrain_mobilecularDie Rahmenbedingungen für den öffentlichen Verkehr in Bahrain sind schwierig. Benzin kostet in etwa den gleichen Preis wie abgefülltes Trinkwasser. Im Sommer machen Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit jede Bewegung ausserhalb klimatisierter Räume zu einer schweisstreibenden Angelegenheit. Gleichzeitig liegt die Autoverfügbarkeit auf extrem  hohem Niveau: durchschnittlich kann jeder Haushalt auf rund 2,5 Fahrzeuge zurückgreifen.

Allerdings hat auch im Inselstaat Bahrain das Umdenken begonnen. Das Leitbild privat-massenmotorisierter Mobilität wird zunehmend hinterfragt, seit das Verkehrsaufkommen  in den Hauptverkehrszeiten zu langen zeitraubenden Staus führt.

Die Kingdom University Bahrain hat unter der Führung von Asst. Prof. Dr. Hesham El Marsafawy nun eine Initiative angestossen, die sich die Entwicklung innovativer Konzepte für den öffentlichen Verkehr zum Ziel gesetzt hat. Dafür sollen Best-Practice-Erfahrungen aus der ganzen Welt genutzt werden. Um diese internationale Perspektive einzubinden, wurden das Institut für Transportation Design der HBK Braunschweig in Deutschland sowie der Studiengangleiter Verkehrssysteme der ZHAW School of Engineering eingeladen, das Vorhaben beratend zu unterstützen.

Erstes Ergebnis der geplanten Zusammenarbeit war ein fünftägiger Workshop in Bahrain. Ein interdisziplinäres Team bestehend aus Architekten, Ingenieuren, Designern, Stadtplanern und anderen Fachdisziplinen erkundete zunächst gemeinsam den aktuellen Status Quo des örtlichen Linienbussystems, bevor es auf der Grundlage verschiedener Fachinputs erste Lösungsansätze erarbeitete. In den kommenden Wochen werden die Konzeptideen vertieft. Anschliessend soll ein Projektantrag eingereicht werden.

Die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ hat über das Projekt in einem Artikel berichtet.