Rails to the future – Die Rolle der Eisenbahn in der Transformation der Mobilität

eba_01Die politische und gesellschaftliche Unterstützung für den Schienenverkehr ist groß. In den kommenden Jahren stehen finanzielle Mittel in noch nie dagewesener Grössenordnung zur Verfügung, um das aus dem neuen Jahrzehnt ein Bahn-Jahrzehnt zu machen.

Damit verbunden sind entsprechend hohe Erwartungen und Herausforderungen für die Branche. Die 22. Jahrestagung der Eisenbahnsachverständigen beleuchtete im Februar 2020 in Fulda wesentliche Themen: ETCS und DSTW ebenso wie BIM und aktuelle Entwicklungen bei der Zulassung.

Zum Ausklang des ersten Tages waren Thomas Sauter-Servaes und Arndt Stephan in Impulsvorträgen und einer Podiumsdiskussion eingeladen, einen Ausblick auf die Rolle der Eisenbahn für die künftige Mobilität wagen. Moderiert von Hartmut Reichardt waren sie davon überzeugt, dass die Schiene eine wichtige Rolle im Mobilitätssystem der Zukunft sein. Diese Entwicklung ist jedoch kein Selbstläufer, sondern braucht mehr und besseren Lobbyismus für die Schiene und mehr Mut für Experimente.

Billigflieger auf Flughöhe Null – Bahn gewinnt europäischen Preisvergleich

etr_artikelIm Auftrag des Intercity & Highspeed Committee des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) untersuchten die Quotas GmbH und Thomas Sauter-Servaes gemeinsam den Preiswettbewerb zwischen Luft- und Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr auf ausgewählten Städteverbindungen. Die Ergebnisse wurden nun im Fachjournal ETR SWISS publiziert.

In dieser Fortführung der europaweit grössten bislang durchgeführten Vergleichsstudie von Zug- und Flugpreisen zeigt sich, dass auf Neu- und Ausbaustrecken mit verkürzten Reisezeiten der Preisvorteil der Bahn gegenüber der Flugreise weiter besteht. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten die europäischen Bahnbetreiber ihren Preisvorsprung sogar noch ausbauen.

Gleichzeitig wird erneut sichtbar, dass der Fernverkehr auf der Schiene auf zahlreichen Relationen eine relevante Alternative zum Luftverkehr anbietet. Die Darstellung in den multimodalen Vergleichstools verzerrt jedoch weiterhin den Wettbewerb – sowohl im Hinblick auf die teils irreführenden Preisangaben für Flugverbindungen als auch in Bezug auf die unseriöse Gegenüberstellung von Flughafen-zu-Flughafen- und Bahnhof-zu-Bahnhof-Reisezeiten.

Der komplette Artikel findet sich in der neuesten Ausgabe der ETR SWISS

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Freightopia – Renaissance des Bahntransports

wascosa_01.jpgIm Jahr 2037 boomt der Güterbahnverkehr und verzeichnet Rekordergebnisse. Die Entwicklung von Innovationen, das Setzen gemeinsamer Standards aller Bahnakteure, das Umsetzen des autonomen Fahrens auf der Schiene oder die Erstellung individualisierter Güter mittels 3D-Druck brachte rückblickend gesehen den Schienenverkehr wieder in die Poleposition.

Die European Rail Freight Association gibt anlässlich der Jahreskonferenz 2037 den dritten Rekordumsatz ihrer Mitglieder in Folge bekannt. Der Ehrenpräsident, des inzwischen einflussreichsten Bahnlobbyverbandes, Andreas Meyer (früher CEO der SBB AG), lässt es sich nicht nehmen, den neuerlichen Umsatzsprung selbst zu verkünden. Zum ersten Mal mit dabei ist Daimler CEO Johann Jungwirth (früher Digitalchef des Volkswagen Konzerns), der massgeblich an der Gründung von Daimler Rail Cargo Services (DARC) beteiligt war. Im Jahr 2031, genau 30 Jahre nach dem Verkauf von Adtranz, läutete der Digitalisierungsexperte mit Milliardeninvestitionen in DARC die Rückkehr des ehemaligen Autoherstellers in den florierenden Bahnmarkt ein. Dabei kopierte DARC das erfolgreiche Konzept der konzerneigenen Mobilitätsplattform moovel und kombinierte eigene Transportangebote mit einer Vielzahl von Services seiner Kooperationspartner, insbesondere mit dem Güterwagensystemanbieter Wascosa. Daimlers Cargo-Plattform setzt wie viele andere inzwischen auf die Bahn als Rückgrat des Serviceangebots im Fernverkehr. Noch vor 20 Jahren sah es nicht nach einer derartigen Wiederauferstehung der Güterbahn aus. Es hätte auch durchaus anders kommen können…

Den kompletten Artikel finden Sie im wascosa Infoletter.

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Zug schlägt Flug – neue Strategien für die Geschäftsreise

zug_schlaegt_flugAuf zahlreichen europäischen Fernverkehrsrelationen ist die Bahn in vielen Fällen die günstigere Mobilitätsalternative als das Flugzeug. Dies zeigt eine Studie, die Thomas Sauter-Servaes gemeinsam mit der Hamburger Quotas GmbH im Auftrag des internationalen Eisenbahnverbandes UIC durchgeführt hat. Weitergehende Analysen machen deutlich, dass insbesondere Geschäftsreisende hohe Beträge sparen können, wenn Sie mit dem Hochgeschwindigkeitszug auf Flughöhe Null reisen. Welche Herausforderungen und Chancen sich für die Bahnbetreiber ergeben, wird im Artikel „Zug schlägt Flug“ anschaulich erläutert.

Rail beats air in European fare comparison

railway-gazette-uicGemeinsam mit dem Hamburger Büro Quotas GmbH hat mobilecular für den internationalen Eisenbahnverband UIC im vergangenen Jahr die Reisekosten auf ausgewählten europäischen Städteverbindungen analysiert. Verglichen wurden Bahn- und Flugticketpreise für drei Reisetypen auf Relationen, auf denen die beiden Verkehrsoptionen im Hinblick auf die Gesamtreisezeit tatsächlich im Wettbewerb stehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde nun in der Railway Gazette publiziert:

Train travel in Europe, in the public’s view, suffers from extraordinarily high fares. This contrasts strongly with air travel, where liberalisation of the European passenger aviation market has led to cut-throat price competition on many domestic and international routes. As a result, the airlines offer extremely low fares that are heavily promoted and advertised.

Despite the fact that only small numbers of tickets are available at these low prices, these airline marketing activities have had a strong influence on the public perception of inter-city rail fares. The airlines’ advertised starting prices have become an important reference point for consumers’ price assessments of competing travel modes, and the assumed price advantage of air travel affects their booking behaviour. Expecting to find the best travel prices at airlines, consumers tend to narrow their search to online flight-booking engines such as Kayak, ebookers and eDreams. As most of these online tools do not offer any price comparison between modes, the majority of travellers do not even bother to check rail fares. To make matters worse, travellers usually compare the journey times of air and rail without taking into account the additional access and processing times at airports — which is likely to increase further as a result of recent events.

This is the background to a 2014-15 study commissioned by the International Union of Railways entitled European Air-Rail-Bus Price Comparison. The purpose of this study was to review current ticket prices for rail, air and coach travel on selected domestic and cross-border routes, where air and rail are comparable thanks to similar overall travel times. Do travellers really obtain the best price by going with a so-called low-cost airline? Or could they save significant amounts of money by choosing rail over air?

Den kompletten Artikel finden Sie in der Januar-Ausgabe der Railway Gazette ab Seite 49.

Weitere Presseartikel zu diesem Forschungsbericht:

 

mobilecular gewinnt Open Innovation Wettbewerb der DB AG

movingideasAuf der Open Innovation Plattform MovingIDEAS sucht die Deutsche Bahn AG nach innovativen Lösungen für einen besseren Schienenverkehr. Im Rahmen der Kampagne „Neue Energie für die Schiene – Power to the rails“ waren Ideen gefragt, wie der Schienenverkehr weitaus weniger CO2-Emissionen emittieren könnte – ohne dabei an Leistungsfähigkeit und Servicequalität einzubüssen. Der erste Preis ging an das Konzept „DB Renewables Club“ von Thomas Sauter-Servaes.

Der „DB Renewables“ Club will Kunden die Möglichkeit bieten, sich an „Erneuerbare Energien (EE)“-Projekten auf DB-Flächen zu beteiligen. Auf einer Crowdfunding-Plattform sollen diese in von der DB oder von ihr eingesetzten Projektpartnern initiierte Projekte investieren können. Ziel ist es, sich im Themenfeld EE deutlich als relevanter „Enabler“ und „Treiber“ über Demonstrationsprojekte hinaus zu positionieren und die eigenen Kunden aktiv in die DB-Aktivitäten zur Energiewende einzubeziehen.

mobilecular berät Verkehrsausschuss des Dt. Bundestages

nz-anhoerung_01Im europäischen Nachtzugverkehr ist seit einiger Zeit eine existenzgefährdende Abwärtsspirale zu beobachten. Nachdem sich die SBB schon im Jahr 2000 aus dem ursprünglich von SBB, ÖBB und DB gegründeten Kooperationsprojekt City Night Line (CNL) und dem Nachtzugverkehr insgesamt verabschiedet hat, fährt die ursprünglich für ihre „swissness“ gerühmte Nachtzugmarke CNL heute unter alleiniger Federführung der DB AG einem schleichenden Tod auf Raten entgegen. Bereits in der Vergangenheit wurde das Streckennetz stufenweise deutlich reduziert, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 entfielen nun die Relationen Basel/Amsterdam/Prag – Kopenhagen sowie Hamburg/Berlin/München – Paris.

Vor diesem Hintergrund wurde in der Öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages am 14.01. in Berlin über die Zukunft des Nachtzugs und der möglichen Einflussnahme der Politik beraten. Thomas Sauter-Servaes unterstützte den Prozess als geladener Sachverständiger. Die vollständige Stellungnahme sowie alle Einschätzungen der Experten finden sich ebenso im Internet wie die Pressemitteilung des Bundestags und die Berichterstattung in der Presse (z.B. TAZ).