Kopf an, Rituale aus – Anregungen zum Umparkieren im Kopf

Wheels & Wine ist der führende Treffpunkt für Firmenmobilität in der Schweiz. Über 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Mobilitätsbranche, Politik und Gesellschaft kamen am 18. März 2026 im AURA Zürich zusammen, um sich über die Zukunft der Firmenmobilität auszutauschen. Die Veranstaltung bot praxisnahe Einblicke, inspirierende Perspektiven und viele Networking-Möglichkeiten.

Thomas Sauter-Servaes präsentierte in seiner Eröffnungskeynote neun Thesen zur Zukunftsmobilität auf. Diese bildeten das Fundament für die anschliessende Paneldiskussion.

Impulsforum 2026: Wenn Software das Steuer übernimmt

Das Impulsforum in Brugg-Windisch feierte am 11. März 2026 ein besonderes Jubiläum: Zum zehnten Mal traf sich das „Who-is-Who“ der Nordwestschweizer öV-Branche zum Networking. Doch statt nostalgischer Rückblicke stand ein Thema im Zentrum, das die gesamte Mobilitätswelt grundlegend transformieren wird: Das automatisierte Fahren.

Unter dem Titel „Wenn Software das Steuer übernimmt“ diskutierten 150 Teilnehmende – ein voller Erfolg für die Gastgeber Irina Leutwyler (Direktorin RVBW) und Michael Schmid (PostAuto) – über die Chancen und Hürden einer autonomen Zukunft.

Vom Pilotprojekt zum Standard: Die Schweiz gibt Gas

Während Robotaxis in Metropolen wie San Francisco oder Wuhan längst zum Stadtbild gehören, kommen sie nun auch in die Schweiz. Der entscheidende Wendepunkt? Die Gesetzesanpassung vom 1. März 2025, die den Weg für Pilotprojekte im öffentlichen Verkehr (öV) rechtlich geebnet hat.

Die Projektpipeline ist bereits gut gefüllt:

  • AmiGo (PostAuto): Geplant für 2027, sollen 25 automatisierte Pkw die Ostschweizer Strassen erobern.
  • Projekt iamo: Zwei selbstfahrende Shuttles werden bald das Furttal erschliessen.
  • Arbon: Hier wird intensiv an der Integration eines automatisierten Busses gearbeitet.

Die „Abnehmspritze“ für den Verkehr?

Hauptreferent Prof. Dr.-Ing. Thomas Sauter-Servaes lieferte in seiner Keynote die nötige Vision. Er stellte die provokante Frage: Sind autonome Fahrzeuge die dringend benötigte „Abnehmspritze“ für unsere verstopften Strassen? Sauter-Servaes zeichnete das Bild einer mobilen Zukunft, in der Privatfahrzeuge zu rollenden Wohnzimmern werden. Doch die entscheidende Frage für die Branche bleibt, wie man diese Technologie nutzt, um den Verkehrsfluss insgesamt zu optimieren, statt nur noch mehr Individualverkehr zu generieren.

Podiumsdiskussion: Integration ist die wahre Challenge

In der anschliessenden Debatte zwischen Thomas Sauter-Servaes, Pascal Kern (Kanton Zürich) und Martin Neubauer (PostAuto AG) kristallisierten sich drei Kernpunkte heraus:

  1. Aktive Gestaltung statt Abwarten: Die Politik und die Branche dürfen nicht nur reagieren. Wir müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen jetzt schärfen.
  2. Skalierung ist alles: Automatisierte Mobilitätskonzepte entfalten ihr volles Potenzial erst mit grossen Flotten. In der kleinteiligen Struktur der Schweiz ist das eine logistische und wirtschaftliche Herausforderung.
  3. Die „Scooter-Dynamik“: Ähnlich wie damals die E-Trottinetts könnten automatisierte Services die Städte plötzlich fluten. Die Integration in das bestehende öV-System muss daher oberste Priorität haben.

„Es geht nicht mehr um die Frage, ob das automatisierte Fahren kommt, es geht darum, wie wir es steuern.“ – Konsens der Expertenrunde.

ReRail Europe – Swissrail Mobility Day 2025

Am 22. Mai 2025 fand die zweite Ausgabe des Swissrail Mobility Day in der StageOne in Oerlikon, Zürich statt. Der Mobility Day präsentierte sich als hervorragende Plattform für Interaktion und Inspiration in der Bahnbranche, mit Ausstellern, Fachvorträgen und Innovation-Pitches. Gezählt wurden rund 1000 Teilnehmer:innen, darunter führende Fachleute der Transportunternehmen, der Behörden sowie der Hochschulen und Universitäten.

Im Rahmen der Session „Nachhaltige Mobilität der Zukunft“ zeigte Thomas Sauter-Servaes auf der Hauptbühne, wie weit der Mobilitätssektor noch von den Netto-Null-Ziele entfernt ist. Gleichzeitig machte er deutlich, in welchen Feldern er Chancen für die Bahn sieht, noch stärker einen Beitrag für die Klimaschutzpolitik zu liefern.

In der Glass-Cube-Session NextGen Swissrail inspirierte er die Workshop-Teilnehmer:innen mit einem Input zum internationalen Schienenverkehr und den wesentlichen Hürden, um tatsächlich im Kopf der Reisenden anzukommen.

Bildquelle: Swissrail

Hoffnungsträger Technologie – Talkrunde des Club of Logistics

Ende April 2023 fand der 40. Kongress des Club of Logistics im Grandhotel Schloss Bensberg statt. Unter dem Motto „2023 – Am Scheideweg der Zukunft“ diskutierten die Clubmitglieder und eingeladenen Referenten zwei Tage über diverse Zukunftsszenarien.

Zum Thema „Hoffnungsträger Technologie“ war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, gemeinsam mit Hanna Hennig, CIO der Siemens AG und Prof. Dr. Patrick Glauner, Professor für Künstliche Intelligenz an der Technische Hochschule Deggendorf über Technologiepfade und deren Auswirkungen auf die Mobilität und Logistik nachzudenken. Dabei lag der Fokus auf der Entwicklung von KI-Anwendungen und deren Potenzialen und Risiken. Zur Sprache kamen aber auch die Bedeutung von Zielbildern sowie die Abwägung von HighTech- vs. LowTech-Strategien und deren Konsequenzen für die Resilienz des Gesamtsystems. Moderiert wurde die Runde von Dieter Schnaas, Textchef und Autor der WirtschaftsWoche.

Bildquelle: Peter Voß

Die drei Revolutionen der Verkehrswende: elektrisch, autonom & geteilt

Am 27./28. März fanden im Berliner Estrel Hotel die 14. VDV-Elektrobuskonferenz inklusive Fachmesse statt. Thomas Sauter-Servaes zeigte als Keynote-Speaker und Teilnehmer der Paneldiskussion zum Auftakt des E-Bus-Forums auf, vor welchen Wendepunkten wir im Themenfeld Mobilität aktuell stehen. Im Anschluss an die einleitenden Perspektiven des Parlamentarischer Staatssekretärs im Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) Oliver Luksic und DB Regio Vorstand Frank Klingenhöfer skizzierte er die Wirkmacht aktueller Entwicklungstrends und warnte vor fehlenden Zielbildern.

Anlass für die Keynote war die erstmalige Integration des VDV-Zukunftskongresses Autonomes Fahren im Öffentlichen Verkehr in die Elektrobuskonferenz. Neben der Digitalisierung und der Elektromobilität gehört Autonomes Fahren zu den meistdiskutierten Innovationsthemen. Das hochautomatisierte Fahren steht vor Piloteinführung in Deutschland. Der gesetzlichen Erlaubnis folgen nun die ersten Projekte. Den aktuellen Stand diskutierten die öffentliche Verkehrsunternehmen vor Ort gemeinsam mit Industrie, Wirtschaft und Politik.

Fotos: Markus Bollen

Bube, Dame, König, MaaS – Der Autobaustein als Trumpf neuer Mobilitätsangebote

Vom 18. bis 19. Mai 2022 fand in der Messe Friedrichshafen das Forum Automobillogistik von BVL und VDA statt. Unter dem Leitmotto „Heiter bis wolkig. Clouds & Co. für Transparenz und Resilienz“ informierten sich rund 600 Teilnehmer:innen über die neuesten Branchentrends. Thomas Sauter-Servaes zeigte in seiner Keynote zum Abschluss der zweitägigen Veranstaltung auf, welche Rolle das Automobil in zukünftigen Mobilitätskonzepten urbaner Räume spielen kann

Das Forum Automobillogistik ist der jährliche Treffpunkt von Logistikern und Supply-Chain-Managern der Hersteller (OEM) und Lieferanten sowie von Automobilexperten aus Logistik-, IT-, Verpackungs-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen. Die beiden Veranstalter bieten mit dieser Plattform einen Treffpunkt, um Know-How und Ideen über Funktions- und Unternehmensgrenzen hinweg auszutauschen und persönliche Kontakte zu knüpfen. Die begleitende Fachausstellung und das Angebot an Sponsoringmöglichkeiten ermöglichen den Unternehmen, sich zielgruppenspezifisch zu präsentieren und in angemessenem Rahmen auf ihr Angebotsportfolio aufmerksam zu machen.

Bildquelle: BVL

Life Centered Mobility – Von Plattformen und Ökosystemen

msa_1Am 4. November 2021 veranstaltete der Verband RAILplus zum sechsten Mal den Meterspuranlass, das wichtigste Branchenevent der Meterspur-Bahnen. Im Verkehrshaus in Luzern trafen sich rund 200 geladene Gäste zum Gedankenaustausch.

„Mobilität im Umbruch“ hiess das Leitmotto des diesjährigen Anlasses. Gemeinsam schauten die Teilnehmenden in die Zukunft und erörterten, wohin die Reise wohl gehen wird. Mit Referaten, einer Podiumsdiskussion und frei wählbaren Themenworkshops bestand die Möglichkeit, sich über die neusten Entwicklungen im In- und Ausland sowie über die aktuellen Projekte von RAILplus zu informieren. Ausgangspunkt war ein Blick auf der aktuellen Stand des Klimawandels und welche Bedeutung der Mobilität dabei zukommt.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Sauter-Servaes zeigte in seinem Beitrag „Life Centered Mobility – Von Plattformen und Ökosystemen“ den rasanten Wandel in der Mobilitätswelt und dessen Konsequenzen für den Öffentlichen Verkehr auf.

Race to Zero – Hat die Zukunft der Mobilität eine Zukunft?

hmk_01Am 29. Oktober 2021 lud Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir zum 19. Hessischen Mobilitätskongress als Hybridveranstaltung ein. 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten dieser Einladung vor Ort und digital. Thema des Kongresses waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Mobilitätsverhalten. Prof. Dr. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung wies darauf hin, dass jede fünfte Tonne Treibhausgas aus der Mobilität resultiert. Deshalb sei der Verkehrssektor beim Klimaschutz besonders gefordert: „Die soziale, ökonomische und ökologische Innovation der Mobilität macht Zukunft.”

Prof. Dr.-Ing. Thomas Sauter-ServaesMobilitätsforscher von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, beleuchtete in der zweiten Keynote des Tages den Wandel im Verhältnis der Gesellschaft zum Auto: „Wir haben schon alle Zutaten für ein emotional und funktional überzeugendes Besitzauto-Substitut. Wir müssen nur noch das richtige Mischungsverhältnis finden – und dafür das alte Silodenken überwinden.“

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In der anschliessenden Podiumsdiskussion diskutierten die beiden Impulsredner mit Hessens Verkehrsstaatssekretär Jens Deutschendorf über die verschiedenen Transformationspfade hin zu einer nachhaltigen Mobilität.

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Veranstalter des Mobilitätskongresses ist das Hessische Wirtschaftsministerium, Organisator ist die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI).

Bildquelle: Jens Braune del Angel

öV-Budget statt PS-Bolide?!

bild_1_asp-01Die Themen Dateninfrastruktur, Datennutzung und Datenhoheit prägen derzeit die Weiterentwicklungen im öffentlichen Verkehr, auch in den öV-Verbünden. Deshalb beschäftigte sich das Forum der Verbünde der Alliance Swisspass am 12. März 2021 mit dem Thema Dateninfrastruktur der Zukunft. Den Auftakt der Veranstaltung bildete das Gastreferat „öV-Budget statt PS-Bolide?!“ von Thomas Sauter-Servaes, Er skizzierte in seinem live aus Bern gestreamten Vortrag mögliche Entwicklungspfade der Mobilität der Zukunft mit einem speziellen Fokus auf die gemeinsame Nutzung von Daten sowie Plattformen mit multimodalen Verkehrsangeboten.

Die schweizerischen Transportunternehmen des Nationalen Direkten Verkehrs und der regionalen Tarifverbünde haben sich in der Alliance SwissPass zusammengeschlossen. Die Versammlung der Verbünde ist das oberste Organ im Bereich der Verbünde. Stimmberechtigt sind alle am Übereinkommen 500 teilnehmenden Verbünde, zur halbjährlich stattfindenden Versammlung eingeladen werden jedoch auch die in den Verbünden operierenden Tranportunternehmen, der Bund, die Kantone sowie öV-Verbände. Die Versammlung wird jeweils genutzt, um neben dem ordentlichen Teil im Rahmen eines Forums auch über aktuelle und zukünftige Vorhaben im öffentlichen Verkehr zu informieren, den Austausch unter den Verbünden und Transportunternehmen zu fördern und eine Netzwerk-Plattform zu bieten.

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Mischung: Possible! Was uns morgen bewegt

ma_thun_02«Mobilität: Wohin geht die Reise?», so lautete das Thema des 17. Thuner Mobilitätsapéro der Stadt Thun. Am 17 November 2020 diskutierten in der Thuner Westhalle regionale Fachexpertinnen und -experten die Zukunft der Mobilität im Lokalen und Allgemeinen. Mit seiner Keynote «Mischung: Possible! Was uns morgen bewegt» eröffnete Thomas Sauter-Servaes den inhaltlichen Teil der Veranstaltung. In der abschliessenden Podiumsdiskussion brachte er die nationale und internationale Perspektive ein. Aufgrund der Covid19-Pandemie durften in der Westhalle keine Zuschauer anwesend sein. Die Vorträge wurden im Internet gestreamt, während der Podiumsdiskussion konnten live via Slido Publikumsfragen eingebracht werden.