Das grosse Rollen -Willkommen im Zeitalter der Permamobilität

das_grosse_rollenmobilecular hat zur Eröffnung des neuen Blogs des Informationsdienstes für den öffentlichen Verkehr (LITRA) einen Beitrag zur Zukunft des öffentlichen Verkehrs verfasst. Das Szenario skizziert eine Mobilitätswelt, in der selbstfahrende Fahrzeuge das bestehende Verkerhssystem innerhalb kurzer Zeit vollkommen auf den Kopf stellen und die Grenzen zwischen individuellem und öffentlichen Verkehr verwischen.

Das World Economic Forum befasst sich in diesem Jahr mit den Auswirkungen der vierten industriellen Revolution. Nach Dampfmaschine, Elektrizität und Digitalisierung nimmt nun die intelligente Produktion an Fahrt auf. In der Mobilitätswelt führt dies zu einer immer komplexer werdenden Vernetzung innerhalb und zwischen den Teilsystemen. Dienstleistungen wie die „crowd-sourced“ Echtzeit-Navigationsapp waze oder das multimodale All-in-one-Angebot BeamBeta der Wiener Linien sind Beispiele für diesen Trend. Gleichzeitig ist die Robotisierung des Verkehrsbetriebs einer der bedeutendsten Entwicklungspfade in der Mobilitätsbranche. Welche Folgen hat dies für den öffentlichen Verkehr?

Der vollständige Essay kann im LITRA-Blog gelesen werden.

Rail beats air in European fare comparison

railway-gazette-uicGemeinsam mit dem Hamburger Büro Quotas GmbH hat mobilecular für den internationalen Eisenbahnverband UIC im vergangenen Jahr die Reisekosten auf ausgewählten europäischen Städteverbindungen analysiert. Verglichen wurden Bahn- und Flugticketpreise für drei Reisetypen auf Relationen, auf denen die beiden Verkehrsoptionen im Hinblick auf die Gesamtreisezeit tatsächlich im Wettbewerb stehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse wurde nun in der Railway Gazette publiziert:

Train travel in Europe, in the public’s view, suffers from extraordinarily high fares. This contrasts strongly with air travel, where liberalisation of the European passenger aviation market has led to cut-throat price competition on many domestic and international routes. As a result, the airlines offer extremely low fares that are heavily promoted and advertised.

Despite the fact that only small numbers of tickets are available at these low prices, these airline marketing activities have had a strong influence on the public perception of inter-city rail fares. The airlines’ advertised starting prices have become an important reference point for consumers’ price assessments of competing travel modes, and the assumed price advantage of air travel affects their booking behaviour. Expecting to find the best travel prices at airlines, consumers tend to narrow their search to online flight-booking engines such as Kayak, ebookers and eDreams. As most of these online tools do not offer any price comparison between modes, the majority of travellers do not even bother to check rail fares. To make matters worse, travellers usually compare the journey times of air and rail without taking into account the additional access and processing times at airports — which is likely to increase further as a result of recent events.

This is the background to a 2014-15 study commissioned by the International Union of Railways entitled European Air-Rail-Bus Price Comparison. The purpose of this study was to review current ticket prices for rail, air and coach travel on selected domestic and cross-border routes, where air and rail are comparable thanks to similar overall travel times. Do travellers really obtain the best price by going with a so-called low-cost airline? Or could they save significant amounts of money by choosing rail over air?

Den kompletten Artikel finden Sie in der Januar-Ausgabe der Railway Gazette ab Seite 49.

Weitere Presseartikel zu diesem Forschungsbericht:

 

mobilecular gewinnt Open Innovation Wettbewerb der DB AG

movingideasAuf der Open Innovation Plattform MovingIDEAS sucht die Deutsche Bahn AG nach innovativen Lösungen für einen besseren Schienenverkehr. Im Rahmen der Kampagne „Neue Energie für die Schiene – Power to the rails“ waren Ideen gefragt, wie der Schienenverkehr weitaus weniger CO2-Emissionen emittieren könnte – ohne dabei an Leistungsfähigkeit und Servicequalität einzubüssen. Der erste Preis ging an das Konzept „DB Renewables Club“ von Thomas Sauter-Servaes.

Der „DB Renewables“ Club will Kunden die Möglichkeit bieten, sich an „Erneuerbare Energien (EE)“-Projekten auf DB-Flächen zu beteiligen. Auf einer Crowdfunding-Plattform sollen diese in von der DB oder von ihr eingesetzten Projektpartnern initiierte Projekte investieren können. Ziel ist es, sich im Themenfeld EE deutlich als relevanter „Enabler“ und „Treiber“ über Demonstrationsprojekte hinaus zu positionieren und die eigenen Kunden aktiv in die DB-Aktivitäten zur Energiewende einzubeziehen.

„Mobilität ist ein Riesengeschäft“

Tagi_Mobilität ist Riesengeschäft_webIn der renommierten Schweizer Tagesanzeitung „Tages-Anzeiger“ erschien Anfang November der Artikel „Der Tesla-Trugschluss“. Dessen einseitige Kombination überwiegend richtiger Fakten zu einem verzerrten Gesamtbild der Elektromobilität löste viel Widerspruch aus. Thomas Sauter-Servaes wurde anlässlich eines grossen Interviews gebeten, ebenfalls Stellung in dieser Frage zu beziehen. Ausgehend von seiner Einschätzung der Elektromobilität als essentiellem Baustein der Verkehrswende weitet er in dem Beitrag die Perspektive auf eine systemische Betrachtung der gesamten zukünftigen Mobilität aus. Er hinterfragt die Rolle des Auto-Bausteins und skizziert mögliche Folgen autonom fahrender Fahrzeuge.

Eine digitale Fassung des Artikel „Mobilität ist ein Riesengeschäft“ ist auf den Webseiten des Tages-Anzeigers erschienen.

Digital Mode Shift – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!

mobilityAm 28. Oktober fand in Winterthur das erste regionale Delegiertentreffen des Schweizer Carsharing-Anbieters Mobility statt. Anlässlich dieser Auftaktveranstaltung war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, den Delegierten einen Überblick über die Auswirkungen der digitalen Revolution zu geben.

Ausgehend von den Erkenntnissen des gerade prämierten Wirtschaftsbuchs „Second Machine Age“ der MIT-Professoren Erik Brynjolfsson und Andrew McAfee schilderte er seine Sicht auf die wahrscheinlichen Entwicklungspfade der Mobilität in den kommenden zwei Jahrzehnten. Im Anschluss an den einstündigen Vortrag „Digital Mode Shift – Das Ende der Mobilität wie wir sie kennen?!“ diskutierten die Teilnehmer gemeinsam mit Referent insbesondere über die Entwicklungsgeschwindigkeit. Auch wenn die vor dreissig Jahren prognostizierten fliegenden Autos weiterhin den Science-Fiction-Filmen vorbehalten bleiben dürften, waren sich die meisten Diskutanten abschliessend einig, dass die Automobilität dank Tesla, UBER, Google & Co. schon sehr bald ganz anders aussehen wird als heute.

Grenzenlose E-Mobilität – vernetztes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum

evolution_mDie Veranstaltungsreihe evolution:m behandelt Mobilitätsfragen mit wechselnden Schwerpunkten, wobei der Fokus auf der Analyse und Entwicklung realisierbarer Lösungsansätze liegt. Im Oktober 2015 fand die evolution:m im Rahmen der 18. Mainauer Mobilitätsgespräche statt und thematisierte die Weiterentwicklung der Elektromobilität – nicht nur unter technischen Gesichtspunkten, sondern als Chance auf neue Systemansätze, neue Mobilitätskonzepte, intelligente Vernetzung und ein verändertes Nutzungsverhalten. Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, im Rahmen des „e-meeting points“ mit dem Titel „Grenzenlose E-Mobilität – vernetztes Mobilitätsangebot im ländlichen Raum“ einen Impulsvortrag zu präsentieren.

Access & Accept – Where do you want to go today?

astraAnlässlich der diesjährigen Kadertagung des schweizerischen Bundesamts für Strassen (ASTRA) in Sursee war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, den Impulsvortrag zum Tagungsmotto „Intelligente Mobilität“ zu präsentieren. Ausgehend von den gegenwärtigen und zukünftigen Trends im Bereich der Digitalisierung skizzierte er einen dreistufigen Entwicklungspfad unserer Mobilitätskultur bis hin zum vollautomatischen Fahren. Der alte Microsoft-Werbeslogan „Where do you want to go today?“ aus der digitalen Welt wird dabei zunehmend zum zentralen Serviceleitbild innovativer Mobilitätsdienstleistungen in der digital organisierten realen Welt.

Der Vortrag zeigte auf, wie weitgehend die Frage des technisch ermöglichten Zugangs zu Sharing- und Prosuminglösungen bereits geklärt ist und welche grosse Bedeutung nun insbesondere dem Thema „Akzeptanz“ zur Realisierung intelligenterer Mobilitätsroutinen zukommt. Abschliessend standen die zu erwartenden Reboundeffekte und ihre einschränkende Wirkung auf die technologische Fortschrittsrendite im Fokus des Beitrags.

BICAR – neue Dimensionen für die urbane Shared Mobility

bicarDie Nutzung öffentlicher Fahrzeugflotten gewinnt immer mehr an Akzeptanz. Sollen die drängenden urbanen Verkehrsprobleme jedoch zielführend adressiert werden, bedarf es ergänzender Gestaltungskonzepte im Sharingmarkt. Mit dem Mobilitätskonzept BICAR hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nun einen innovativen Ansatz vorgestellt, der 2016 im Flottenbetrieb getestet werden soll.

Warum BICAR eine Marktlücke schliesst und nach dem Motto „reduce to the specs“ entwickelt wurde, erläutern Salome Berger, Adrian Burri und Thomas Sauter-Servaes in ihrem Beitrag „BICAR – neue Dimensionen für die urbane Shared Mobility“ für das Heft 3/2015 des „Internationalen Verkehrswesen„.

Der komplette Artikel ist auf den Webseiten des „Internationalen Verkehrswesens“ verfügbar.

„Brave New Mobility – Vernetzung und Mobilität“

asrm2015Anlässlich des Städtebau-Symposiums „Stadt von übermorgen“ präsentierte Thomas Sauter-Servaes in seinem Impulsvortrag ausgewählte Zukunftsszenarien zum Thema „Vernetzung & Mobilität“. In einem chronologischen Dreischritt  zeigte er verkehrsspezifisch die immer weiter gehende Delegierung von zuvor eigenhändig ausgeführten Aktionen an digitale Assistenzsystem auf – von der Informationsbeschaffung, über die Verkehrsmittelwahl-Entscheidung bis zur Steuerung des Fahrzeugs. Er skizzierte die damit verbundenen Chancen für eine nachhaltigere Mobilität, aber auch die zu erwartenden Reboundeffekte in Form einer drastisch wachsenden Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen.

Die gemeinsame Veranstaltung von BDA Hessen, BBSR, DAM und dem dml der HfG Offenbach fand im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 auf einer eigens errichteten Veranstaltungsbühne an der Stadtgrenze von Offenbach zu Frankfurt am Main an der Nordseite des Kreisverkehrs Kaiserlei unter der A 661-Mainbrücke statt.

Impulsreferat beim UIC World Congress of Highspeed Rail 2015

Anlässlich des 9th World Conuic_tokio2015gress on Highspeed Rail des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) präsentierte Thomas Sauter-Servaes seine Forschungsergebnisse zur Einbindung des Hochgeschwindigkeitsverkehr in zukünftige multimodale One Stop Shops.

In der Session „1 E Mobility“ zeigte er die dynamische Entwicklung der Digitalisierung in der Mobilitätswelt auf und deren Effekte auf die Angebotsgestaltung der Bahnbetreiber. So genannte Integratoren werden on naher Zukunft eine bedeutende Schnittstelle zwischen Betreibern und Kunden darstellen. Welche Massnahmen der Schienenpersonenverkehr ergreifen kann und welche Chancen die neuen Randbedingungen bieten, veranschaulichte er an ausgewählten Beispielen.

In einer weiteren Session der Konferenz wurden die Ergebnisse des UIC-Projekts „European Air-Rail-BusPrice Comparison“ von Thomas Krautscheid (Quotas GmbH) vorgestellt. An diesem Projekt war Thomas Sauter-Servaes im Rahmen eines Forschungskonsortiums von Quotas und der ZHAW School of Engineering ebenfalls beteiligt. Die Forschungsresultate erden zeitnah auf den Webseiten der UIC veröffentlicht

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