BICAR – neue Dimensionen für die urbane Shared Mobility

bicarDie Nutzung öffentlicher Fahrzeugflotten gewinnt immer mehr an Akzeptanz. Sollen die drängenden urbanen Verkehrsprobleme jedoch zielführend adressiert werden, bedarf es ergänzender Gestaltungskonzepte im Sharingmarkt. Mit dem Mobilitätskonzept BICAR hat die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) nun einen innovativen Ansatz vorgestellt, der 2016 im Flottenbetrieb getestet werden soll.

Warum BICAR eine Marktlücke schliesst und nach dem Motto „reduce to the specs“ entwickelt wurde, erläutern Salome Berger, Adrian Burri und Thomas Sauter-Servaes in ihrem Beitrag „BICAR – neue Dimensionen für die urbane Shared Mobility“ für das Heft 3/2015 des „Internationalen Verkehrswesen„.

Der komplette Artikel ist auf den Webseiten des „Internationalen Verkehrswesens“ verfügbar.

„Brave New Mobility – Vernetzung und Mobilität“

asrm2015Anlässlich des Städtebau-Symposiums „Stadt von übermorgen“ präsentierte Thomas Sauter-Servaes in seinem Impulsvortrag ausgewählte Zukunftsszenarien zum Thema „Vernetzung & Mobilität“. In einem chronologischen Dreischritt  zeigte er verkehrsspezifisch die immer weiter gehende Delegierung von zuvor eigenhändig ausgeführten Aktionen an digitale Assistenzsystem auf – von der Informationsbeschaffung, über die Verkehrsmittelwahl-Entscheidung bis zur Steuerung des Fahrzeugs. Er skizzierte die damit verbundenen Chancen für eine nachhaltigere Mobilität, aber auch die zu erwartenden Reboundeffekte in Form einer drastisch wachsenden Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen.

Die gemeinsame Veranstaltung von BDA Hessen, BBSR, DAM und dem dml der HfG Offenbach fand im Rahmen des Architektursommers Rhein-Main 2015 auf einer eigens errichteten Veranstaltungsbühne an der Stadtgrenze von Offenbach zu Frankfurt am Main an der Nordseite des Kreisverkehrs Kaiserlei unter der A 661-Mainbrücke statt.

Impulsreferat beim UIC World Congress of Highspeed Rail 2015

Anlässlich des 9th World Conuic_tokio2015gress on Highspeed Rail des Internationalen Eisenbahnverbandes (UIC) präsentierte Thomas Sauter-Servaes seine Forschungsergebnisse zur Einbindung des Hochgeschwindigkeitsverkehr in zukünftige multimodale One Stop Shops.

In der Session „1 E Mobility“ zeigte er die dynamische Entwicklung der Digitalisierung in der Mobilitätswelt auf und deren Effekte auf die Angebotsgestaltung der Bahnbetreiber. So genannte Integratoren werden on naher Zukunft eine bedeutende Schnittstelle zwischen Betreibern und Kunden darstellen. Welche Massnahmen der Schienenpersonenverkehr ergreifen kann und welche Chancen die neuen Randbedingungen bieten, veranschaulichte er an ausgewählten Beispielen.

In einer weiteren Session der Konferenz wurden die Ergebnisse des UIC-Projekts „European Air-Rail-BusPrice Comparison“ von Thomas Krautscheid (Quotas GmbH) vorgestellt. An diesem Projekt war Thomas Sauter-Servaes im Rahmen eines Forschungskonsortiums von Quotas und der ZHAW School of Engineering ebenfalls beteiligt. Die Forschungsresultate erden zeitnah auf den Webseiten der UIC veröffentlicht

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mobilecular als Coach beim CLIMATHON

Am 18. Juclimathon_01ni 2015 wurde zeitgleich in 14 Städten auf sechs Kontinenten der CLIMATHON durchgeführt. Ziel dieses 24h-Kreativmarathons war es, konkrete Ideen für eine nachhaltige Welt zu entwickeln. Thomas Sauter-Servaes begleitete als Coach den schweizerischen Teil des globalen Events.

In Winterthur bestand die Aufgabe darin, innovative Mobilitätskonzepte für die Stadt zu entwerfen, die zugleich das Haushaltsbudget des Stadtkämmerers und die Umwelt schonen. Insgesamt sechs Teams realisierten ein breites Spektrum an pfiffigen Ideen: von der Stadtseilbahn über neue Velo-Mitnahmekonzepte in der Bahn bis zum BICAR-Sharingsystem. Die am Morgen des 19. Juni gekürten Siegerteams haben nun in der zweiten Phase bis November 2015 Zeit, ihre Ansätze im Inkubator-Programm des Veranstalter Climate-KIC weiterzudenken. In einem nächsten Pitch wird sich dann entscheiden, welches der Teams zur Klimakonferenz im Dezember in Paris reist.

Alle Einzelheiten finden sich auf dem Blog des ZHAW-Studiengangs Verkehrssysteme.

Die goldene Mitte zwischen Auto und Velo

bicarPlatzsparend, wendig und umweltfreundlich wie ein Velo, komfortabel, wettergeschützt und angetrieben wie ein Elektroauto: Das ist das BICAR. Das dreirädrige Fahrzeug mit der goldenen Haube wurde am 20. Mai präsentiert. Ein interdisziplinäres ZHAW-Forschungsteam hat den BICAR-Prototyp entwickelt und möchte eine Testflotte aufbauen.
Mit dem BICAR werden wir künftig den Weg vom Bahnhof zum Büro zurücklegen, die etwas schwereren Einkaufstaschen nach Hause transportieren oder bei Regenwetter zum Arzttermin fahren. Das ist die Vision des interdisziplinären Forschungsteams der ZHAW School of Engineering, welches den BICAR-Prototyp entwickelt hat. Am 20. Mai hatten potenzielle Sponsoren und Wirtschaftspartner erstmals Gelegenheit, einen Blick auf den fertigen Prototyp zu werfen. Auffällig sind seine goldene Haube und die darin eingelassene bauchige Windschutzscheibe, die sicherstellen, dass Lenkerinnen und Lenker auch bei Regen und Wind trocken von A nach B gelangen. Unter dem Chassis befinden sich drei Räder, die sich in Kurven zusammen mit dem ganzen Fahrzeug zur Seite neigen. Das und die erhöhte Sitzposition des Lenkers sorgen für mehr Sicherheit im Stadtverkehr.

Intuitiv, ergonomisch und platzsparend
Besonders am BICAR sind nicht nur Optik und Technik, sondern auch Betriebsform: Das BICAR wird nicht daheim in der Garage stehen, sondern ist explizit als Sharing-Fahrzeug konzipiert. Das hat gute Gründe: Dem stetig steigenden Mobilitätsbedürfnis stehen Flächenverdichtung, geringere Rohstoffverfügbarkeit und politische Emissionsrestriktionen gegenüber. Adrian Burri, Leiter des ZHAW-Zentrums für Produkt- und Prozessentwicklung, der zusammen mit Forschenden aus vier weiteren Instituten und Studierenden des Studiengangs Verkehrssysteme am BICAR forscht, erklärt: „Gefragt sind deshalb alternative Mobilitätsdienstleistungen, ohne dass die Nutzer dabei auf komfortable, individuelle Mobilität verzichten müssen. Die Lösung sind smarte Sharing-Angebote – und damit ein Mentalitätswechsel vom Besitzen zum Nutzen.“ Smart am BICAR ist unter anderem die intuitive Bedienung, die Ergonomie für Personen unterschiedlicher Grösse und das platzsparende Fahrzeugdesign: Auf einem herkömmlichen Parkplatz finden bis zu acht BICARs Platz, was für Anbieter von Sharing-Fahrzeugen klare Vorteile bietet.

Städtischen Verhältnissen angepasst
Das BICAR ist als urbanes Fahrzeug konzipiert: „Das BICAR verbindet den geringen Flächen- und Kostenbedarf eines Elektrovelos mit dem Funktionsumfang und Komfort eines elektrisch angetriebenen Autos – und erfüllt damit die typischen urbanen Verkehrsbedürfnisse: Es ist flächensparsam, leise, klimafreundlich und wetterunabhängig“, erläutert Adrian Burri. Auch die Reichweite von 20 Kilometern, die Geschwindigkeit von rund 30 km/h und der leistungsstarke Elektroantrieb sind städtischen Verhältnissen angepasst. Das BICAR eignet sich daher insbesondere für die sogenannte „letzte Meile“ zwischen Pendlerbahnhof und Zieladresse.

Vom Prototyp zur Forschungsplattform
Hinter dem Namen BICAR steht jedoch nicht nur ein Prototyp eines neuen Fahrzeugs. BICAR dient als offene Forschungsplattform, an der Interessierte neue Ideen und Konzepte für eine nachhaltigere urbane Mobilität entwickeln, testen und in der Praxis erproben können. „Wir möchten das BICAR-Konzept kontinuierlich weiterentwickeln und ab 2017 eine Testflotte mit 20 Fahrzeugen in Betrieb nehmen“, sagt Hans-Jörg Dennig, Koordinator der Forschungsplattform BICAR. „Zahlreiche Ideen stehen auf unserer Forschungsagenda und Unternehmen aus den Bereichen Technologie, Mobilität und Stadtplanung sind dazu eingeladen, ihre Ideen einzubringen. Gemeinsam können wir von den Erfahrungen im Testbetrieb profitieren.“ Die Testflotte soll – inklusive der notwendigen Ladestationen und Infrastruktur für den Sharing-Betrieb – in einer Stadt oder auf einem privaten Firmengrossgelände betrieben werden. Rund eine Million Franken kostet der Aufbau des Testbetriebs; Partner und Sponsoren können sich daran beteiligen und damit einen Beitrag für die nachhaltige Mobilität leisten.

BICAR an der „Nacht der Technik“
Das BICAR wird demnächst auch der breiten Öffentlichkeit präsentiert: Es ist eines der Highlights der Nacht der Technik der ZHAW School of Engineering vom 3. Juli 2015 in Winterthur. Unter dem Thema „Unterwegs in der Zukunft“ können Besucherinnen und Besucher der Nacht der Technik nicht nur das BICAR in Fahrt erleben, sondern unter anderem einen Blick in die Labors der ZHAW School of Engineering werfen und in einer interaktiven Ausstellung die neusten Forschungsprojekte kennenlernen.

Forschungsplattform BICAR in Winterthur vorgestellt

bicar_logoAm 20. Mai 2015 wurde in Winterthur das innovative Mobilitätskonzept BICAR präsentiert. Das von zahlreichen Instituten der ZHAW School of Engineering gemeinsam mit dem ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme entwickelte Konzept umfasst ein neuartiges urbanes Fahrzeug sowie ein darauf abgestimmtes Sharing-Modell. Studiengangleiter Thomas Sauter-Servaes präsentierte dabei die Ergebnisse der im BICAR-Projekt durchgeführten Marktanalyse und veranschaulichte das Potenzial der neuen Mobilitätsalternative BICAR.

Details zum BICAR-Projekt finden sich auf dem Blog des Studiengang Verkehrssysteme und dem BICAR-Blog. Presseartikel wurden unter anderem in der NZZ, bei swissinfo und im baublatt veröffentlicht.

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Mit dem Velo in die Zukunft – ZHAW Verkehrssysteme sucht den VeloStar

velostar_mobilecularFahrradfahren, Foto posten und ein E-Bike gewinnen. Mit dieser Aktion sucht der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme den VeloStar – und verweist gleichzeitig auf einen wachsenden Verkehrstrend. Radeln Sie mit in die Zukunft!

Verkehrsexperten sind sich einig: Das Fahrrad feiert seine Renaissance. Ob in Kombination mit dem ÖV oder in Sharing-Modellen – auf urbanem Gebiet ist der Drahtesel ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Der ZHAW-Studiengang Verkehrssysteme will auf diese Entwicklung und die damit verbundenen Chancen aufmerksam machen und sucht deshalb den Star unter den Fahrradfahrern, den VeloStar.

Mitmachen und gewinnen
An dieser Aktion darf jeder teilnehmen, der sich zum Velofahren bekennen will. Und so geht’s: Bis zum 30. April können alle potenziellen VeloStars Fotos von sich und ihrem Fahrrad einreichen – entweder auf der Facebookseite der ZHAW School of Engineering oder auf Twitter und Instagram mit Hashtag #VeloStar posten. Je ausgefallener und origineller der Auftritt, desto besser kommt das Foto bei der Community an. Und die kürt schliesslich das Gewinnerfoto mit den meisten „Likes“. Mitmachen lohnt sich, denn der frischgebackene VeloStar flitzt schon bald mit einem nagelneuen E-Bike von Riese & Müller durch die Gegend. Alle Teilnehmenden haben zudem die Chance auf eine GoPro-Kamera und werden Teil eines grossen Fotoplakats, das Anfang Juli anlässlich der diesjährigen Nacht der Technik präsentiert wird.

Digitization meets mobility – Vortrag anlässlich des 32. MVG-Kolloquiums

swm_01Anlässlich des 32. MVG-Kolloquium referierte Thomas Sauter-Servaes am Hauptsitz der Stadtwerke München (SWM) zum Thema „Digitization meets mobility – Szenarien des zukünftigen Stadtverkehrs“. Ausgehend von den aktuellen Charakteristika des „digital shift“ zeigte er deren Einflüsse auf die Mobilität von heute und morgen auf. Im Fokus standen dabei die neue Markttransparenz, die dynamische Entwicklung innovativer Angebote & Kooperationen sowie die Effekte des erweiterten Multitasking-Möglichkeitsraums auf die Reisezeitnutzbarkeit.

Warum urbanes Parken teurer werden muss

parken-nzz_01Wer den Klimawandel stoppen will, muss den städtischen Autoverkehr eindämmen. Neben Anreizen zum Wechsel auf umweltfreundlichere Alternativen bedarf es auch deutlicher Preissignale, sagt Thomas Sauter-Servaes in seinem Gastbeitrag für die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag.

Laut war die Kritik an den Plänen des Zürcher Stadtrats, die Gebühren für das Parkieren zu erhöhen sowie deren Erhebung zeitlich und räumlich auszudehnen. Schnell verlor sich die Diskussion dabei im Klein-Klein der Partikularinteressen. Betrachtet man die Fragestellung mit etwas Abstand, zeigt sich dagegen sehr deutlich: Zum Erhalt der städtischen Lebensqualität ist es notwendig, die Verkehrsnachfrage und Autonutzung zu steuern – und das geht besonders effizient über Preisanpassungen bei der Flächennutzung.

Den vollständigen Artikel finden Sie auf der Medienseite der ZHAW School of Engineering.

„Man muss schlafen können!“

fairkehr_01In der aktuellen Ausgabe des VCD-Magazins fairkehr äussert sich Thomas Sauter-Servaes über die Herausforderungen des zukünftigen Nachtzugsverkehr. Er macht deutlich, dass die qualitativen Grundanforderungen wie ein angemessener Schlafkomfort gegeben sein müssen, wenn der Nachtzug gegenüber dem Luftverkehr eine Wettbewerbschance haben soll. Gleichzeitig müssen die steuerlichen Wettbewerbsbedingungen so verändert werden, dass die ökologischste Reisealternative nicht die am stärksten belastete ist.

Das vollständige Interview findet sich auf den Webseiten der fairkehr.