Cargo-Velo-Camp 2014 – Zukunftsbilder für das Lastenrad

carve_startCargobikes sind inzwischen nicht nur in Fahrradmetropolen wie Copenhagen, Amsterdam oder Münster ein alltäglicher Anblick. Im privaten oder betrieblichen Einsatz sind sie immer häufiger in vielen europäischen Innenstädten zu sehen. Thomas Sauter-Servaes war eingeladen, unter dem Motto „CarVing the Future“ im Rahmen des ersten Cargo-Velo-Camps (CarVe 2014) am 2. September in Bern seine Szenarien vom urbanen Verkehr der Zukunft und die daraus folgenden Rahmenbedingungen für das Cargobike zu präsentieren. Welche Auswirkungen haben beispielsweise Digitalisierung, Downsizing und Do-it-yourself auf den neuen urbanen Mobilitätsbaustein?  Gemeinsam mit internationalen Experten wurden die neuesten Trends rund um das Cargo-Velo diskutiert und welcher Veränderungen es bedarf, um Personen- und Gütertransport in Städten zukünftig nachhaltiger zu gestalten.

Alle weiteren Details zu der Veranstaltung finden Sie unter www.cargo-velo-camp.ch.

World Wide Mobile – Effekte des „digital shift“ auf die Mobilität

difu_plakatJunge Stadtbewohner sind weniger autogebunden. Sie kombinieren flexibel Verkehrsangebote und suchen sich dafür passende Dienste. Auf diese Nachfrage treffen neue Mobilitätsdienstleistungen mit Web- und App-Unterstützung, die den Markt für Verkehrsdienstleistungen nachhaltig beeinflussen. Welche Auswirkungen haben solche Dienste auf die Mobilitätskultur und ÖPNV? Wo sindKommunen zum Handeln gefordert? Müssen sie stärker als bisher Daten öffentlich zugänglich machen oder den Datenschutz stärker wahren?

Im Rahmen der Vortragsveranstaltung „Difu-Dialog“ stellte Thomas Sauter-Servaes die Ergebnisse verschiedener Studien zum Trend neuer, urbaner Mobilitätsdienstleistungen vor und diskutierte diese mit den rund 80 Teilnehmern der Veranstaltung.

cocomo 2014 – Kreative Idee für die Mobilität von morgen

cocomo_1
Im Vorfeld des diesjährigen World Collaborative Mobility Congress 2014 der Mobilitätsakademie fand erstmalig das College for Collaborative Mobility statt. Studierende aus sechs Nationen suchten dabei in einem zweitägigen Workshop nach innovativen Ideen für kollaborative Mobilitätsdienstleistungen. Thomas Sauter-Servaes unterstützte den Workshop in Bern als Supervisor.

Finanziell unterstützt durch die Schweizerische Post AG hatten die Studierenden die Möglichkeit, praxisnahe Konzepte für die Sharing Mobility zu erarbeiten. Am Ende standen drei Gestaltungsansätze, welche die künftigen Verkehrsexperten am zweiten Tag der wocomoco-Veranstaltung den Kongressteilnehmern präsentierten. Vom geteilten Cargobike über ein Social SharedBike Concept bis zur urbanen Interpretation des Netjets-Geschäftsmodells gaben die Studierenden spannende Denkimpulse für die weitere Diskussion.

Mobilitätskuratoren für die Data Natives – Keynote Address anlässlich des UITP Policy Board Meetings

uitp_200_02Im Rahmen des regulären UITP Policy Board Meetings Ende April 2014 in Abu Dhabi war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, die Delegierten über die neuesten Services und Forschungen im Themenfeld „Multimodale Mobilitätsdienstleistungen“ zu informieren. Gemeinsam mit Martyn Briggs vom britischen Beratungsunternehmen Frost&Sullivan zeigte er die heutigen Ausprägungen multimodaler Kooperationen auf und skizzierte kurz- bis mittelfristige Entwicklungspfade für ÖV-Unternehmen, Automobilhersteller und Branchen-Newcomer.

Elementare Schlüsselfaktoren multimodaler Dienstleistungen sind die Aspekte „Trusting“ und „Connecting“. Egal ob es sich um professionelle Services oder Peer-to-Peer-Angebote handelt. Gegenwärtig sind unterschiedliche Ausgestaltungen bzw. Umsetzungen dieser Faktoren in multimodalen Mobilitätslösungen zu beobachten. Ausgehend von deren Analyse fokussierte der Vortrag auf die zukünftige Bedeutung von Daten als anteiligem Entgeltsubstitut und den Übergang von Integratoren- auf Kuratoren-Konzepte. Im Anschluss wurden die Ansätze in einer Paneldiskussion mit Experten aus den UITP-Mitgliedsunternehmen intensiv diskutiert.

Gamechanger der Mobilität

t-systems_artikel„Im Bereich Mobilität lassen sich spannende Entwicklungen ausmachen. Ein wichtiger Trend ist sicherlich das Carsharing. Neben den Angeboten der Autohersteller und der Deutschen Bahn haben sich hier auch Peer-to-peer-Konzepte auf Konsumentenebene etabliert. Mithilfe spezieller Online-Plattformen lassen sich problemlos auch Privatautos auf Carsharing-Basis vermieten.

Damit werden Fahrzeuge effektiver genutzt, etwa während langer Stehzeiten. Ein wichtiger Faktor für den Erfolg des Carsharings ist die gute Nutzbarkeit der Angebote: Per App finde ich mein Auto, kann es ohne Schlüssel öffnen, und die Abrechnung funktioniert auch automatisch. Dieser Wunsch nach unkomplizierter Mobilität wird wichtiger, gerade wegen der hohen Smartphone-Nutzung. Das Handy dient dabei als „Personal Travel Assistent“. Eine App zeigt nicht nur den schnellsten Weg, sondern bietet die Möglichkeit, alle Reservierungen, das Rufen eines Taxis oder den Ticketkauf zu erledigen. Langfristig wird so der Besitz eines Autos gerade im urbanen Raum zum Auslaufmodell.“

Den vollständigen Artikel von Thomas Sauter-Servaes  finden Sie im T-Systems-Magazin.

„Mein Auto, kein Auto“ – mobilecular im 3sat-Interview

3sat-mobilecularIst Carsharing die Zukunft der Mobilität? Ist diese Form der Mobilität schon heute eine tragfähige Alternative? Diese Fragen hat sich der Filmemacher Christian Bock in seiner 45-minütigen Wissenschaftsdokumentation „Mein Auto, kein Auto“ für den Sender 3sat gestellt. Fachlich unterstützt wurde die Dokumentation von Thomas Sauter-Servaes, der im Film auch als Experte interviewt wird.

Die vollständige Sendung „Mein Auto, kein Auto“ ist in der 3sat-Mediathek als Stream abrufbar.

PT Reloaded: Innovative Ideen für den Öffentlichen Verkehr von Bahrain

bahrain_mobilecularDie Rahmenbedingungen für den öffentlichen Verkehr in Bahrain sind schwierig. Benzin kostet in etwa den gleichen Preis wie abgefülltes Trinkwasser. Im Sommer machen Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit jede Bewegung ausserhalb klimatisierter Räume zu einer schweisstreibenden Angelegenheit. Gleichzeitig liegt die Autoverfügbarkeit auf extrem  hohem Niveau: durchschnittlich kann jeder Haushalt auf rund 2,5 Fahrzeuge zurückgreifen.

Allerdings hat auch im Inselstaat Bahrain das Umdenken begonnen. Das Leitbild privat-massenmotorisierter Mobilität wird zunehmend hinterfragt, seit das Verkehrsaufkommen  in den Hauptverkehrszeiten zu langen zeitraubenden Staus führt.

Die Kingdom University Bahrain hat unter der Führung von Asst. Prof. Dr. Hesham El Marsafawy nun eine Initiative angestossen, die sich die Entwicklung innovativer Konzepte für den öffentlichen Verkehr zum Ziel gesetzt hat. Dafür sollen Best-Practice-Erfahrungen aus der ganzen Welt genutzt werden. Um diese internationale Perspektive einzubinden, wurden das Institut für Transportation Design der HBK Braunschweig in Deutschland sowie der Studiengangleiter Verkehrssysteme der ZHAW School of Engineering eingeladen, das Vorhaben beratend zu unterstützen.

Erstes Ergebnis der geplanten Zusammenarbeit war ein fünftägiger Workshop in Bahrain. Ein interdisziplinäres Team bestehend aus Architekten, Ingenieuren, Designern, Stadtplanern und anderen Fachdisziplinen erkundete zunächst gemeinsam den aktuellen Status Quo des örtlichen Linienbussystems, bevor es auf der Grundlage verschiedener Fachinputs erste Lösungsansätze erarbeitete. In den kommenden Wochen werden die Konzeptideen vertieft. Anschliessend soll ein Projektantrag eingereicht werden.

Die Schweizer Zeitung „20 Minuten“ hat über das Projekt in einem Artikel berichtet.

Teilen und herrschen in der neuen Mobilitätswelt

iv-startseiteIn die Welt der urbanen Mobilitätsdienstleistungen ist in der jüngeren Vergangenheit Bewegung gekommen. Viele neue Anbieter haben die Bühne betreten, andere sind neue Kooperationen eingegangen und der kollaborative Konsum hat auch seinen Weg in den Markt gefunden. Stephan Rammler und Thomas Sauter-Servaes skizzieren die aktuellen Trends in der März-Ausgabe des Internationalen Verkehrswesens.

„Aus der durchschnittlichen Pkw-Lebenserwartung von heute 15 Jahren resultiert ein hohes Beharrungsmoment. Allein durch technischen Fortschritt kann die Mobilitätswelt daher kaum kurzfristig revolutioniert werden. Sollen die für 2020 postulierten Klimaziele im Verkehrsbereich realisiert werden, müssen substanzielle Beiträge über Verbesserungen innerhalb des determinierten Systems erzielt werden…“

Den vollständigen Text finden Sie hier.

Mehr zum Thema „Kollaborative Mobilität“ präsentiert demnächst die schweizerische Mobilitätsakademie anlässlich des ersten internationalen Kongresses zur Kollaborativen Mobilität (wocomoco – World Collaborative Mobility Congress). Details zu dieser Veranstaltung finden sich hier.

Innovative Mobilitäts-Dienstleistungen – Kurzstudie für die Hans-Böckler-Stiftung

Die Kurzstudie „Innovative Mobilitätsdienstleistungen“ für die Hans-Böckler-Stiftung gibt einen strukturierten Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Mobilitätssektor und leitet knappe Thesen hinsichtlich beschäftigungspolitischer Implikationen ab. Die Ergebnisse einer sekundäranalytisch aufbereiteten Marktübersicht werden dabei im Rahmen einer verkehrs- und innovationspolitischen Matrix bewertet und mit Empfehlungen hinsichtlich sektoraler und regionaler Transformationsstrategien der Mobilitätsbranche verknüpft.

Die vollständige Studie können Sie hier downloaden.