Mobilitätskuratoren für die Data Natives – Keynote Address anlässlich des UITP Policy Board Meetings

uitp_200_02Im Rahmen des regulären UITP Policy Board Meetings Ende April 2014 in Abu Dhabi war Thomas Sauter-Servaes eingeladen, die Delegierten über die neuesten Services und Forschungen im Themenfeld „Multimodale Mobilitätsdienstleistungen“ zu informieren. Gemeinsam mit Martyn Briggs vom britischen Beratungsunternehmen Frost&Sullivan zeigte er die heutigen Ausprägungen multimodaler Kooperationen auf und skizzierte kurz- bis mittelfristige Entwicklungspfade für ÖV-Unternehmen, Automobilhersteller und Branchen-Newcomer.

Elementare Schlüsselfaktoren multimodaler Dienstleistungen sind die Aspekte „Trusting“ und „Connecting“. Egal ob es sich um professionelle Services oder Peer-to-Peer-Angebote handelt. Gegenwärtig sind unterschiedliche Ausgestaltungen bzw. Umsetzungen dieser Faktoren in multimodalen Mobilitätslösungen zu beobachten. Ausgehend von deren Analyse fokussierte der Vortrag auf die zukünftige Bedeutung von Daten als anteiligem Entgeltsubstitut und den Übergang von Integratoren- auf Kuratoren-Konzepte. Im Anschluss wurden die Ansätze in einer Paneldiskussion mit Experten aus den UITP-Mitgliedsunternehmen intensiv diskutiert.

„Mein Auto, kein Auto“ – mobilecular im 3sat-Interview

3sat-mobilecularIst Carsharing die Zukunft der Mobilität? Ist diese Form der Mobilität schon heute eine tragfähige Alternative? Diese Fragen hat sich der Filmemacher Christian Bock in seiner 45-minütigen Wissenschaftsdokumentation „Mein Auto, kein Auto“ für den Sender 3sat gestellt. Fachlich unterstützt wurde die Dokumentation von Thomas Sauter-Servaes, der im Film auch als Experte interviewt wird.

Die vollständige Sendung „Mein Auto, kein Auto“ ist in der 3sat-Mediathek als Stream abrufbar.

Studie zum Nachtzugverkehr der Zukunft veröffentlicht

nz-studieGemeinsam mit der DB International hat mobilecular im Auftrag des Internationalen Eisenbahnverbands (UIC) die Zukunft des Nachtzugverkehrs in verschiedenen Regionen der Welt untersucht. Ziel war die Klärung der Fragestellung, inwiefern die Nutzung von Hochgeschwindigkeitsstrecken und -fahrzeugen neue Chancen für den Nachtzugverkehr bieten. Als Benchmark für die Kostenseite wurden dabei ausgewählte Low Cost Airlines herangezogen.

In der Summe kommt die Untersuchung zu dem Schluss, dass entsprechende Nachtzugangebot eine umweltfreundliche Alternative zum Mittelstreckenluftverkehr bieten könnten. Auf zahlreichen Destinationen im Entfernungssegment über 2.000 km sind Bahnverbindungen mit Reisezeiten unter 12 Stunden realistisch umsetzbar. Allerdings scheitert aktuell die intermodale Wettbewerbsfähigkeit an den ungleichen Wettbewerbsbedingungen zwischen Flugzeug und Zug im internationalen Verkehr sowie den zum Teil exorbitant hohen Infrastrukturnutzungsgebühren im Schienenverkehr.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

1. Platz! „Warten für das Klima“-Konzept gewinnt DB Innovationswettbewerb

movingideas_200Die Innovationscommunity des Wettbewerbs „Moving Ideas“ hat entschieden: Die Innovationsidee „Warten für das Klima“ wurde zum Sieger gekürt. Die Idee stammt von Matthias Schmidt und wurde mit der Unterstützung von mobilecular weiterentwickelt und optimiert.

Der von der DB AG geförderte Innovationswettbewerb „Moving Ideas“ hatte bereits 2012 dazu aufgerufen, Ideen für eine nachhaltigere Mobilität einzureichen. Das nun siegreiche Konzept „Warten für das Klima“ verfolgt dabei den Ansatz, die kontinuierliche Verkürzung der Lieferzeiten im Versandhandel klimaschonend zurückzudrehen. Die Idee sieht vor, dass Kunden im Onlinehandel zukünftig eine maximale Wartedauer von beispielsweise Tagen angeben können, um dem Zusteller die Chance zur Aufkommensbündelung zu geben.

Im Rahmen der Veröffentlichung „Der FUTURZWEI Zukunftsalmanach“ hatte Thomas Sauter-Servaes ein derartiges Angebot bereits unter dem Titel „Emma&Son Lime“ beispielhaft beschrieben.

Passepartu – der Anfang der Mobilität wie wir sie brauchen

passepartuDie Mobilitätsakademie in Bern veröffentlichte am 11. Dezember 2012 eine neue Ausgabe ihrer Jahrbuchreihe „Verkehrsvisionen“. In diesem Jahr enthält die Publikation meinen Beitrag „Passepartu – der Anfang der Mobilität wie wir sie brauchen“. Darin zeigt sich, dass eine kleine, nicht unrealistisch technische Entwicklung einen großen Wandel der Mobilitätskultur bewirken könnte. Wie das funktionieren kann, wird hier noch nicht verraten. Aber zumindest ein Blick auf die ersten Zeilen ist möglich:

„Die Sonne schien, da sie keine andere Wahl hatte, auf nichts Neues.“ Diese einleitende Zustandsbeschreibung aus Samuel Becketts Roman Murphy könnte auch den Aufzeichnungen eines gelangweilten außerirdischen Analysten vom Planet Allbeta entstammen. Im Jahr 2030 menschlicher Zeitrechnung hat er die Aufgabe, die Oberfläche des Planeten Erde auf Hinweise nach innovativen Verkehrslösungen zu scannen. Sein Fortschrittsbericht zur menschlichen Mobilität stellt keine wesentlichen Unterschiede zum letzten Routinebericht aus dem Erdenjahr 2012 fest. Die dortige Zivilisation scheint weiterhin auf die seit Jahrzehnten praktizierten Verkehrssysteme zu setzen. Business as usual, keine weitere Zeile wert. Doch der ferne Betrachter irrt.

Alles weitere im neuen Jahrbuch der Mobilitätsakademie. Dieses ist seit Anfang 2014 auch online verfügbar.

Soft Mobility – Neue Auflage für neue alte Herausforderungen

In der Broschüre „Soft Mobilitiy: Maßnahmen für eine klimaverträgliche Verkehrspolitik in Europa“ analysieren Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament die Problemfelder der aktuellen Mobilitätspolitik. Als Antwort darauf werden alternative Verkehrsvisionen entworfen und mögliche politische Wege dorthin skizziert.

mobilecular wurde von Michael Cramer MdEP damit beauftragt, das verkehrspolitische Team bei der grundlegenden Überarbeitung der Ausgabe von 2009 zu unterstützen. Die neue Fassung wird voraussichtlich Anfang 2013 erscheinen.

Impulse für die Mobilitätswende – Szenarien zwischen Science und Fiction

Das 21. Jahrhundert braucht Visionen – Geschichten von besseren Lebensphilosophien, Geschichten über eine gelingende Zukunft. Die Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft wird schon heute von erfolgreichen Projekten vorangetrieben: Unternehmen wie Bürger nutzen ihre Handlungsspielräume, um wegweisende ökonomische Strategien und Lebensstile zu entwickeln. Der FUTURZWEI-Zukunftsalmanach präsentiert ihre Geschichten und liefert damit Vorbilder für nachhaltige Wirtschafts- und Lebensmodelle. Er zeigt, dass Gegenentwürfe zur derzeitigen Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung Spaß machen können.

Neben der Vorstellung dieser Initiativen betrachtet der Zukunftsalmanach 2013 die Mobilität als gesellschaftsprägendes Zukunftsthema. Dieser Schwerpunkt wurde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ITD verfasst. In überraschenden Szenarien wird unser mobiles Leben Mitte des 21. Jahrhunderts skizziert. Mit dem Hochgeschwindigkeitsnachtzug geht es quer durch Europa, Cargoflöße transportieren unsere Waren autark über Binnenwasserstraßen, Geschäftsreisen nach Übersee werden mit neuartigen Kreuzschiffen absolviert, Open Source Communities schrauben eigene E-Mobile zusammen – und dem ein oder anderen ist auch mal nach einer digitalen Diät.

Bestehende Technologien und Verkehrskonzepte werden in den Alltag von Menschen übersetzt und mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Träumen konfrontiert. Was dabei entsteht sind utopische Entwürfe, die zur Diskussion über ein „so könnte es gehen“ oder ein „so lieber nicht“ anregen. Ziel ist es, auf diese Weise Impulse für eine kreative Neugestaltung unserer Mobilität freizusetzen.

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